Interview mit Lüthi: «Ein kleines Desaster»
Aktualisiert

Interview mit Lüthi«Ein kleines Desaster»

Tom Lüthi (24) startet beim GP von Aragon zum Moto2-Rennen als 20. des Qualifying aus der vierten Startreihe. Zum vierten Mal in den letzten fünf GP-Trainings war Dominique Aegerter (19) schneller.

von
Klaus Zaugg
Alcaniz
Tom Lüthi: «Ich habe ja schon bewiesen, dass ich auch von weit hinten noch bis aufs Podest fahren kann.»

Tom Lüthi: «Ich habe ja schon bewiesen, dass ich auch von weit hinten noch bis aufs Podest fahren kann.»

20 Minuten Online: Diese Saison waren Sie im Training erst einmal noch schlechter klassiert. Als 21. beim GP von Deutschland.

Tom Lüthi: Es ist ein kleines Desaster und es gibt nichts schönzureden. Es darf nicht sein, dass wir so weit hinten stehen.

Aber diesmal ist der Grund nicht ein fauler Motor?

Nein, nein. Der Motor ist kein Problem. Wir hatten Schwierigkeiten bei der Abstimmung und bei der Reifenwahl, vor allem beim Vorderradreifen. Ich hatte das Gefühl, ganz am Limit und zeitweise über dem Limit zu fahren. Das darf nicht sein, wenn man nicht schneller ist.

Wenigstens lassen Sie sich durch ein mässiges Trainingsresultat nicht mehr verunsichern.

Das stimmt schon. Ich habe ja schon bewiesen, dass ich auch von weit hinten noch bis aufs Podest fahren kann. Trotzdem dürfen solche mässigen Trainingsresultate nicht zur Regel werden. Es ist ja nicht so, dass ich Spass daran habe, möglichst viele Fahrer zu überholen.

Zum vierten Mal in den letzten fünf GP-Trainings ist Dominique Aegerter schneller als Sie. Beunruhigt Sie diese Konkurrenz aus dem Kanton Bern.

Nein. Beunruhigend ist lediglich, dass ich so weit hinten stehe. Da ist es mir egal, wer vorne klassiert ist und es hilft mir auch nicht, dass WM-Leader Toni Elias lediglich zwölfter ist.

Haben Sie eine Abmachung, was sein wird, wenn Sie von Dominique Aegerter zum ersten Mal im Rennen besiegt werden?

Nein.

Es läuft keine Wette?

Nein. Sie können fragen wie Sie wollen, es gibt keine Rivalität zwischen Aegerter und mir. Wir kommen gut miteinander aus und ich freue mich für ihn, dass er so schnell ist. Das sorgt für mehr Medienpräsenz unserer Klasse und hilft uns allen.

GP von Aragonien. Startaufstellungen. 125 ccm:

1 Marc Marquez (Sp), Derbi, 1:59,335 (153,188 km/h).

2 Sandro Cortese (De), Derbi, 0,563 zurück.

3 Nicolas Terol (Sp), Aprilia, 0,635.

4 Efren Vazquez (Sp), Derbi, 0,930.

5 Pol Espargaro (Sp), Derbi, 0,959.

6 Bradley Smith (Gb), Aprilia, 1,082.

7 Randy Krummenacher (Sz), Aprilia, 1,507.

31 Fahrer im Training und fürs Rennen qualifiziert.

Moto2:

1 Andrea Iannone (It) 1:55,148 (158,759 km/h).

2 Scott Redding (Gb) 0,041.

3 Alex De Angelis (San Marino) 0,046.

4 Julian Simon (Sp) 0,216.

5 Simone Corsi (It) 0,351.

6 Claudio Corti (It) 0,437.

Ferner:

11 Dominique Aegerter (Sz) 0,671.

12 Toni Elias (Sp) 0,690.

20 Tom Lüthi (Sz) 0,976

40 Fahrer im Training und fürs Rennen qualifiziert.

MotoGP:

1 Casey Stoner (Au), Ducati, 1:48,942 (167,803 km/h).

2 Jorge Lorenzo (Sp), Yamaha, 0,309.

3 Dani Pedrosa (Sp), Honda, 0,401.

4 Nicky Hayden (USA), Ducati, 0,564.

5 Ben Spies (USA), Yamaha, 0,623.

6 Randy de Puniet (Fr), Honda, 1,010.

7 Valentino Rossi (It), Yamaha, 1,075

16 Fahrer im Training und fürs Rennen qualifiziert.

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