Aktualisiert 01.06.2010 13:47

PhilatelieEin kleines Vermögen für alte Briefe

Im Auktionshaus Rapp im st. gallischen Wil ist die Briefmarken-Sammlung «Ticino» zu Höchstpreisen versteigert worden. Sie gilt als philatelistische Sensation.

Briefmarken der Ticino-Kollektion. (rapp-auktionen.ch)

Briefmarken der Ticino-Kollektion. (rapp-auktionen.ch)

Die Briefmarken-Sammlung «Ticino» galt für Jahrzehnte als verschollen. Zwei Briefe aus den 1840er-Jahren wechselten nun am Dienstag in Wil zu Höchstpreisen die Hand. Einer, abgestempelt am 12. September 1844, mit senkrecht geschnittener «Doppelgenf», wechselte für 270 000 Franken den Besitzer. Der Brief war vom Auktionshaus Rapp auf 150 000 bis 200 000 Franken geschätzt worden.

Ein Brief, der am 25. September 1849 in Zürich abgestempelt worden war, mit einer ganzen und einer halben «Zürich 4 Rappen», kam für 180 000 Franken unter den Hammer; geschätzt worden war die Trouvaille auf 100 000 bis 150 000 Franken.

Die Sammlung «Ticino» wurde nicht als ganzes versteigert; sie wurde aufgeteilt in 400 Lose. Bereits bei der Versteigerung der ersten einzelnen Marken zeigte sich: Die Philatelisten sind bereit, Höchstpreise zu zahlen. Die Sammlung war dem vor 40 Jahren gegründeten Auktionshaus Rapp von einer Familie aus der Schweiz zugetragen worden. (sda)

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