«Smart Button»: Ein Knopfdruck – und der Pöstler holt die Briefe ab
Aktualisiert

«Smart Button»Ein Knopfdruck – und der Pöstler holt die Briefe ab

Dank einem smarten Knopf könnte künftig der Gang zur Poststelle überflüssig werden. Es ist eine der Massnahmen, die die Schliessung von Filialen kompensieren soll.

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sas/lin
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So sieht der Smart Button der Post aus. Damit soll künftig der Pöstler darüber informiert werden, ob im Milchkästli ein Brief oder Paket zur Mitnahme bereit liegt.

So sieht der Smart Button der Post aus. Damit soll künftig der Pöstler darüber informiert werden, ob im Milchkästli ein Brief oder Paket zur Mitnahme bereit liegt.

20 Minuten/sas
Der Smart-Button wurde im Rahmen einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt. Wichtigste Ankündigung war aber, dass die Post in den kommenden Jahren bis zu 600 Filialen schliessen will. Im Bild: Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Post.

Der Smart-Button wurde im Rahmen einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt. Wichtigste Ankündigung war aber, dass die Post in den kommenden Jahren bis zu 600 Filialen schliessen will. Im Bild: Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Post.

Keystone/Marcel Bieri
Die Post rechnet bis 2020 mit noch 800 bis 900 traditionellen Poststellen.

Die Post rechnet bis 2020 mit noch 800 bis 900 traditionellen Poststellen.

Keystone/urs Flueeler

Die Post plant, in den kommenden Jahren bis zu 600 Poststellen zu schliessen. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Zahl der sogenannten Zugangspunkte, also jene Orte, wo die Post Dienstleistungen anbietet, von 3700 auf 4000 steigen soll.

In eine ähnliche Richtung zielt auch ein neuer Smart Button, der im Rahmen einer Pressekonferenz in Bern vorgestellt wurde. Die Idee: Der persönliche Briefkasten soll dank dem Knopf zu einem zusätzlichen Zugangspunkt werden. Über den Smart Button, der in der Wohnung angebracht wird, kann der Kunde den Pöstler informieren, dass ein Brief oder ein Paket abholbereit im Milchkästli liegt. 2017 steht laut der Post ein erster Pilotversuch an.

Amazon tüftelt an ähnlichem System

Den Smart Button hat die Post patentieren lassen. Das notwendige Netz dafür muss aber noch geschaffen werden. Der Knopf dürfte aber auch über eine App funktionieren. «Wir wollen uns laufend weiterentwickeln», so Poststellen-Leiter Thomas Baur. Dass man von Amazon inspiriert wurde, stellte Baur nicht in Abrede.

Amazon stellte erst kürzlich den Amazon-Dash-Button vor. Drückt man auf das mit dem Internet verbundene Gerät, wird automatisch das bestimmte Produkt, dessen Logo aufgedruckt ist, bestellt. Der Dash-Button lässt sich dank einem Klebstreifen überall anbringen. Geht also in der Dusche das Shampoo zur Neige, kann man über den im Badezimmer angebrachten Knopf direkt bei Amazon Nachschub bestellen.

Interview mit Susanne Ruoff

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