Aktualisiert 18.09.2018 18:57

TeleclubEin Kraftakt für das neue Hightech-Studio

Das neue Teleclub-Studio ist Königsklasse pur. Am Dienstag geht es los mit der Gruppenphase des prickelndsten europäischen Club-Wettbewerbs.

von
E. Tedesco
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Nachdem Teleclub die Rechte für die Champions und Europa League ergatterte, brauchte es auch ein neues Kleid. Dafür liess sich die Swisscom nicht lumpen und baute auf 300 Quadratmetern ein neues Studio und vieles mehr.

Nachdem Teleclub die Rechte für die Champions und Europa League ergatterte, brauchte es auch ein neues Kleid. Dafür liess sich die Swisscom nicht lumpen und baute auf 300 Quadratmetern ein neues Studio und vieles mehr.

Das komplette Champions-League-Team: Claudia Lässer, Leiterin Teleclub Sport, Moderator Roman Kilchsperger, Wilfried Heinzelmann, CEO der CT Cinetrade AG und der Teleclub AG, Dirk Wierzbitzki, Leiter Products & Marketing und Mitglied der Swisscom-Konzernleitung sowie die Teleclub-Experten Urs Meier, Marcel Reif, Gilbert Gress, Mladen Petric, Rolf Fringer, Daniel Gygax und Pascal Zuberbühler.

Das komplette Champions-League-Team: Claudia Lässer, Leiterin Teleclub Sport, Moderator Roman Kilchsperger, Wilfried Heinzelmann, CEO der CT Cinetrade AG und der Teleclub AG, Dirk Wierzbitzki, Leiter Products & Marketing und Mitglied der Swisscom-Konzernleitung sowie die Teleclub-Experten Urs Meier, Marcel Reif, Gilbert Gress, Mladen Petric, Rolf Fringer, Daniel Gygax und Pascal Zuberbühler.

Manuel Lopez
Roman Kilchsperger ist das Aushängeschild der Champions-League-Studiosendungen auf Teleclub. Der 47-Jährige hat seine Karriere als Sportmoderator begonnen und moderierte unter anderem auch im Schweizer Fernsehen die Quiz-Show «Top Secret».

Roman Kilchsperger ist das Aushängeschild der Champions-League-Studiosendungen auf Teleclub. Der 47-Jährige hat seine Karriere als Sportmoderator begonnen und moderierte unter anderem auch im Schweizer Fernsehen die Quiz-Show «Top Secret».

Screenshot SRF

Nachdem Teleclub die Rechte an der Champions und Europa League bis 2021 ergattert hatte, war klar: Es braucht eine neue Heimat für die Sternenliga beim Bezahlsender. Lagerräume wurden dazu gemietet und umgebaut. Die neuen Studios entstanden in nicht einmal zweieinhalb Monaten – ein Kraftakt für die Macher des grössten Sportfernsehens der Schweiz.

«Wir mussten mit der Umsetzung warten, bis die letzte Saison vorbei war», sagt Benno Zimmermann, Leiter Sende- und Produktionszentrum. «Das neue Studio entstand in der Sommerpause.» Zum Glück verlängerte sich die Pause durch die WM. Die Zeit reichte und es entstand die modernste Sport-Sendeabwicklung inklusive Studio des Landes. «Wir haben sehr viel Herzblut reingesteckt, und ich glaube, es hat sich gelohnt», sagt Claudia Lässer, Leiterin Teleclub Sport.

Hightech auf 300 Quadratmetern

Das 300 Quadratmeter grosse Studio kann sich sehen lassen. Es ist Königsklasse pur. Das gilt vor allem für die Hightech-LED-Wand, die das Design dominiert. Die 20 Quadratmeter grosse Wall hinter dem Expertentisch ist das Nonplusultra neuster Technik. Speziell ist die Auflösung.

Der Pixel-Abstand von 1,6 mm garantiert höchste Qualität in der Bildauflösung. «Ich kenne kein Studio in der Schweiz, das eine LED-Wall in dieser Grösse hat», sagt Zimmermann. LED-Wände, so sind sich Lässer und Zimmermann einig, könnten irgendwann auch zur TV-Zukunft in den Wohnzimmern der Zuschauer gehören. «Fernsehen zu Hause via LED-Tapete statt TV-Gerät? Das stelle ich mir cool vor», erklärt Lässer.

Der Dachverband ist unerbittlich

Insgesamt werden die Bilder aus dem Studio von fünf Kameras eingefangen. Das Studio wurde multifunktional konzipiert: So sind kameratechnische Weiterentwicklungen und auch grafische Anpassungen jederzeit möglich. Die LED-Wand kann zudem innerhalb kürzester Zeit auf ein anderes Design abgeändert werden.

Hinter den Kulissen bei Teleclub

Claudia Lässer führt uns durch das neue Studio von Teleclub.

Claudia Lässer führt uns durch das neue Studio von Teleclub. (Video: Fabian Sanginés)

Eine Herausforderung war die Uefa mit ihren Vorschriften, Vorgaben und Eigenheiten. «Wir haben klare Order, wann welche grafischen Elemente gespielt werden müssen», sagt Zimmermann. Auch betreffend Werbung ist der Dachverband des europäischen Fussballs unerbittlich und akzeptiert nur seine eigenen Sponsoren. «Genauso interessant sind aber auch die Werbebreaks rund um die Live-Spiele, und die können wir zum Glück selber bespielen», sagt Lässer.

Die Regie ist das Epizentrum

Der Bezahlsender zeigt sämtliche 137 Spiele der Champions League und alle 205 Partien der Europa League live. Beeindruckend ist deshalb auch der Blick in die Regie – das Epizentrum. Hier sitzen die Produzenten, der Regisseur, Live-Cutter, Spezialisten für den Ton, Statistiker und Grafiker. Sie haben den Überblick. Sie müssen unter Umständen innert Sekundenbruchteilen auf gewisse Ereignisse reagieren. Im Studio muss man sich auf dieses Kompetenzzentrum verlassen können. Bei sechs Live-Spielen wie am Dienstagabend um 21 Uhr ist das kein Honiglecken.

Um das Sportgeschehen speziell für die französischsprachige Schweiz professionell zu begleiten, hat Teleclub zudem auch vor einigen Jahren in einen Standort in Granges-Paccot, unmittelbar neben Freiburg, investiert. Von dort aus werden ebenfalls Studiosendungen produziert und das gesamte französischsprachige Teleclub-Sport-Angebot im TV- wie auch Webportalbereich redaktionell betreut. Dafür sorgt ein Team von Sportexperten unter der Leitung von Maïque Perez. Die Hauptkoordination erfolgt jedoch auch über Volketswil.

Über Zahlen spricht Lässer nicht

Besonders stolz ist man in Volketswil darauf, dass Zuschauer die Live-Show im Studio erleben können. Für sie wurde im Foyer eine Lounge gebaut. Neben einem feinen Catering und natürlich Bier zum Fussball können die Teleclub-Gäste alle Spiele des Abends an sechs Bildschirmen verfolgen und sich vor der Sendung mit Roman Kilchsperger und seinen Experten unterhalten und Selfies machen. Rund 60 Zuschauer finden darin Platz. Zudem gibt es jeweils am Dienstag ein Aussenstudio in der Labor-Bar in Zürich.

Die Swisscom liess sich weder beim Bau der Studios noch bei der Technik lumpen und liess viel Innovatives verbauen. «Zahlen geben wir keine heraus», sagt Claudia Lässer. Aber auch so kann man erkennen: Die Teleclub-Abonnenten und auch jene, die sich für einen Einzelabruf entscheiden, bekommen für ihr Geld derzeit beste TV-Unterhaltung vorgesetzt. Der Kraftakt im Sommer hat sich gelohnt: Teleclub ist Königsklasse.

Kilchsperger will Stammtisch-Groove Wir wollen «Stammtisch-Groove», sagte Roman Kilchsperger im Vorfeld der Champions-League-Übertragungen. Das Teleclub-Aushängeschild für die Königsklasse wollte keine ungemütliche «Stehparty», sondern eine entspannte Expertenrunde.

Kilchsperger will Stammtisch-Groove Wir wollen «Stammtisch-Groove», sagte Roman Kilchsperger im Vorfeld der Champions-League-Übertragungen. Das Teleclub-Aushängeschild für die Königsklasse wollte keine ungemütliche «Stehparty», sondern eine entspannte Expertenrunde.

Claudia Lässer, Leiterin Teleclub Sport und Benno Zimmerman, Leiter Sende- und Produktionszentrum, steckten – gemeinsam mit weiteren Experten aus unterschiedlichen Bereichen – die Köpfe zusammen. Lässer sammelte Ideen in Frankreich, Deutschland und fotografierte sogar in Los Angeles Studios ab, um Ideen zu sammeln. Aber es sollte keine Kopie werden. Das Team wollte etwas Eigenständiges. «Wir haben das Herzblut und die Kompetenz dazu», so Zimmermann.

Und Kilchsperger bekam seinen Stammtisch-Style. Die Experten um Kilchsperger versammeln sich nun jeweils um einen runden Tisch, erhöht und dominant in der Raummitte. «Der Tisch ist eines unserer Prunkstücke», sagt Lässer. (ete)

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