Nach der Bonuslüge: «Ein läppisches Bussgeld für falsche Angaben»
Aktualisiert

Nach der Bonuslüge«Ein läppisches Bussgeld für falsche Angaben»

Trotz einem Verlust von 27,6 Milliarden Dollar zahlte eine Tochter der Bank of America Boni in der Höhe von 3,6 Milliarden aus. Deswegen hatte sich die Bank mit der US-Börsenaufsicht auf eine Strafzahlung geeinigt. Doch die beiden haben die Rechung ohne den zuständigen Bezirksrichter gemacht.

Die Einigung der Bank of America mit der US-Börsenaufsicht (SEC) auf eine Strafzahlung von 33 Millionen Dollar (34,1 Millionen Franken) wegen falscher Angaben über Bonuszahlungen ist ungültig. Der zuständige Bezirksrichter lehnte den Deal als «nicht angemessen» ab.

Damit droht der Skandal abermals mit teuren Konsequenzen aufgerollt zu werden. Die Bank of America hat bei der Übernahme von Merrill Lynch gegenüber ihren Aktionären falsche Angaben über Bonuszahlungen an Manager von Merrill gemacht. Merrill zahlte mit Billigung der Bank of America für das Jahr 2008 Boni in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar an leitende Mitarbeiter, obwohl die Bank einen Verlust von 27,6 Milliarden Dollar eingefahren hatte. Die Boni entsprechen nahezu zwölf Prozent des Kaufpreises für Merrill Lynch. Das schwer angeschlagene Institut wurde auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise von der Bank of America geschluckt.

Die Börsenaufsicht SEC einigte sich mit der Bank of America auf eine Strafe von 33 Millionen Dollar. Dies sei ein läppisches Bussgeld für falsche Angaben, die die Milliarden-Dollar-Fusion erheblich beeinflusst hätten, begründete Richter Jed Rakoff seine Ablehnung dieses Deals. (dapd)

Staatsanwalt will gegen Vorstände klagen

Der New Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo will im Zusammenhang mit der rasch eingefädelten Übernahme der angeschlagenen Grossbank Merrill Lynch gegen mehrere Vorstände der Bank of America Zivilklage erheben. Die Manager sollen ihre Pflicht verletzt haben, die Details der Übernahme und die damit verbundenen finanziellen Risiken vor den Aktionären hinreichend offenzulegen, wie ein mit der Entscheidung befasster Mitarbeiter aus Cuomos Umgebung am Montag der Nachrichtenagentur AP sagte.

Auch die Auszahlung von Boni an die Banker von Merrill Lynch soll dabei unter die Lupe genommen werden. Die Bank of America hatte bei der Übernahme gegenüber ihren Aktionären offenbar falsche Angaben über die Bonuszahlungen gemacht. Merrill zahlte mit Billigung der Bank of America für das Jahr 2008 Boni in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar an leitende Mitarbeiter, obwohl die Bank einen Verlust von 27,6 Milliarden Dollar eingefahren hatte. Die Boni entsprechen nahezu zwölf Prozent des Kaufpreises für Merrill Lynch.

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