Spuck-Attacke McDonald’s Solothurn : «Ein landesweites Hausverbot wäre genau das Richtige!»

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Spuck-Attacke McDonald’s Solothurn «Ein landesweites Hausverbot wäre genau das Richtige!»

Eine Kundin ärgerte sich über eine angeblich zu lange Wartezeit in der McDonald’s-Filiale Solothurn und spuckte eine Mitarbeiterin an. 20-Minuten-Leser*innen sind empört.

von
Gabriela Graber
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Die junge Frau spuckte die McDonald’s-Mitarbeiterin hinter der Theke an.

Die junge Frau spuckte die McDonald’s-Mitarbeiterin hinter der Theke an.

20min/News-Scout
Diese wehrte sich, indem sie die Frau mit Cola anschüttete.

Diese wehrte sich, indem sie die Frau mit Cola anschüttete.

20min/News-Scout

Darum gehts

  • Eine Kundin der McDonald’s-Filiale Solothurn bespuckt am Montag eine Mitarbeiterin.

  • Dies, da die Frau angeblich zu lange habe warten müssen.

  • Die Polizei ergreift keine Massnahmen.

  • Viele 20-Minuten-Leser*innen sympathisieren stark mit der Mitarbeiterin.

Weil sie angeblich zu lange warten musste, spuckte eine Kundin am Montagmittag im McDonald’s-Restaurant in Solothurn eine Mitarbeiterin an. Das zeigt ein Video eines News-Scouts. Die Mitarbeiterin verlor daraufhin selbst die Beherrschung und überschüttete die Frau mit Cola. Laut dem News-Scout S.G. hat sich die Frau beschwert, dass sie zu lange auf ihr Essen habe warten müssen, und ist wütend geworden.

Darauf sei die Polizei gekommen und habe mit den beiden Frauen gesprochen und ihre rechtlichen Möglichkeiten erklärt, so S.G. McDonald’s bedauert den Vorfall und verweist auf Trainings, in denen Mitarbeitende geschult und sensibilisiert würden – auch für «anspruchsvolle Situationen», wie Sprecherin Béatrice Montserrat zu 20 Minuten sagt. Die Fast-Food-Kette betont die Wichtigkeit von respektvollem Umgang von gleichzeitig Mitarbeitenden wie auch Gästen. Am Tag nach der Attacke erstattet die Mitarbeiterin Anzeige

«Man darf sich nicht alles gefallen lassen»

Die 20-Minuten-Community ist über den Vorfall empört und bringt auf Instagram ihre Solidarität mit der Mitarbeiterin zum Ausdruck. «Gute Reaktion» und «Richtig so!», schreiben User Lu und Jassy. Liliane sagt: «Ich hoffe, die McDonald’s-Mitarbeiterin kann ihren Job behalten. Man darf sich nicht alles gefallen lassen, finde ich.» Einen Tag nach der Attacke bestätigt eine Person aus dem Umfeld der Frau gegenüber 20 Minuten, dass diese weiterhin bei der Fast-Food-Kette arbeitet. 

«So einer Person sollte McDonald’s ein Hausverbot aussprechen – und zwar für die ganze Schweiz!», findet Leserin Lussia. Dem stimmt auch Userin Ilaria zu: «Gut reagiert – ein Hausverbot hätte ich auch grad erteilt.» Doch Michi entgegnet: «Leider haben so grosse Firmen selten den Mut, so etwas zu machen. Aber ein landesweites Hausverbot wäre genau das Richtige! So etwas ist unverzeihlich und darf nicht toleriert werden.»

«Es gibt keine Rechtfertigung, einen anderen Menschen anzuspucken»

«Nur Cola?! Ich wäre definitiv nicht so ruhig geblieben!», so Leserin Jolanda. Wie sie denken auch zwei weitere Leser*innen, dass sie sich in dieser Situation stärker zur Wehr gesetzt hätten und der Frau «das ganze Cola-Fass» oder «einen Burger» nachgeworfen hätten.

Ein weiterer User entgegnet: «Fehler können immer passieren, aber hier sind beide schuld.» Doch es gehe hier nicht um die Schuldfrage, so ein weiterer Leser. «Es gibt keine Rechtfertigung, einen anderen Menschen anzuspucken.» User Rafa stimmt dem zu: «Der Service von McDonald’s Solothurn ist meines Erachtens wirklich langsam, aber wirklich nichts rechtfertigt das Spucken auf die Mitarbeiterin.»

Bist du schon mal angespuckt worden? 

«Nicht die Angestellten brauchen eine Schulung, sondern diese Frau»

Mehrere Mitglieder der Community verstehen die Reaktion der Fast-Food-Kette nicht. «McDonald’s deutet an, dass die Mitarbeiterin falsch reagiert haben soll, statt zu sagen: Wir akzeptieren nicht, dass unsere Mitarbeitenden so behandelt werden», so ein Leser. «Nicht die Angestellten brauchen eine Schulung, sondern diese Frau, die weder Respekt noch Anstand besitzt! Ich würde sie zur Strafe zwei Monate im McDonald’s arbeiten lassen», so Userin Marion. Ein anderer Leser sieht das ähnlich: «Angespuckt zu werden ist keine ‹anspruchsvolle Situation›, sondern einfach nur respektloses Verhalten.»

Bist du oder jemand, den du kennst, angegriffen worden? 

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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