Aktualisiert 26.07.2011 10:32

Flaschen statt Blumen

Ein letzter Toast auf eine Alkoholkranke

Viele Fans hinterlassen bei der Gedenkstätte von Amy Winehouse leere Wodkaflaschen statt Blumen. Dies stösst einigen Kommentatoren in England sauer auf.

von
nik

Der Park vor dem Haus von Amy Winehouse ist zu einem Pilgerort für ihre Fans geworden. Egal ob Geschäftsmänner, Kinder, Punks oder Skins – sie alle erweisen hier der viel zu früh verstorbenen Soul-Sängerin die letzte Ehre.

Und wie die Sängerin selbst, sind auch ihre Fans eher unkonventionell. Statt Blumen oder Kerzen hinterlassen einige der einst alkoholkranken Künstlerin als letzten Gruss Wodka, Wein, «Malibu» oder Bier. «Das ist schon ein bisschen seltsam», sagt der Rentner Mickey Lawrence zur «Daily Mail». Der Journalist der englischen Zeitung schliesst sich in seinem Artikel der Meinung des 88-Jährigen an. Er schreibt moralinsauer: «Erst war an Amys Schrein noch Trauer zu spüren. Doch mit jeder leeren Wodka-Flasche, jeder Bierdose und jeder schlecht geschriebenen Trauerkarte hat die Gedenkstätte ein bisschen mehr von seiner ohnehin schon wenig vorhandenen Würde verloren.»

Für die «Daily Mail» haben die Alkoholflaschen einen «makabren Symbolismus». Sie seien von «fehlgeleiteten Seelen» hinterlassen worden, welche die Symbolik ihrer Gaben nicht verstanden hätten.

Doch was der britische Kommentator vergisst: Die einzigen, die sich über die speziellen Beileidsbekundungen wirklich aufregen könnten, wären die Angehörigen. Amys Vater Mitch Winehouse: «Ihr Leute auf der Strasse – ich kann euch gar nicht sagen, was das alles für mich bedeutet. Es macht es wirklich viel einfacher für uns», sagte er zu den Fans bei Amys Schrein. Die gleichen Fans, die jetzt dafür von den englischen Medien mit Häme überschüttet werden.

Was meinen Sie? Ist es geschmacklos, bei der Gedenkstätte von Amy Winehouse leere Alkoholflaschen zu hinterlassen? Diskutieren Sie im Talkback mit.

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