«Prince of Persia: The Sands of Time»: Ein magischer Dolch mit Zeitreise-Kick
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«Prince of Persia: The Sands of Time»Ein magischer Dolch mit Zeitreise-Kick

Das jüngste Event-Movie von Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer bietet Fantasy- und Actionspektakel nach dem gleichnamigen Videogame.

Mit Videogame-Verfilmungen ist das so eine Sache: Mal wird primär die Game-Action in den Kinofilm übernommen (siehe «Doom», «Resident Evil»), ein andermal die Hauptfigur ins Zentrum gestellt («Lara Croft: Tomb Raider», «Super Mario Bros.») oder wie bei «Final Fantasy» bloss der «look and feel» berücksichtigt. Für sein jüngstes Baby wollte der Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer nichts falsch machen. Wenig bekannte, dafür umso talentiertere Darsteller sollen schauspielerische Qualität garantieren. Der Engländer Mike Newell sollte für etwas Tiefgang sorgen. Und die Spezialeffekte sollten das Publikum vom Sessel reissen.

Die Handlung spielt denn auch im Persien des sechsten Jahrhunderts: Im Reich unsterblicher Abenteuer und Legenden werden ein neuer Mythos und eine grosse Liebe geboren. Nicht der Zufall, sondern die Vorsehung führt den charismatischen Draufgänger Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal) und die selbstbewusste Prinzessin Tamina (Gemma Arterton) zusammen. Gemeinsam überwinden sie anfängliche Abneigungen und bilden einen Bund gegen das Böse, das im Verborgenen seine Kräfte sammelt. Nizam (Ben Kingsley), der machthungrige Bruder des Königs, strebt nach dem Thron, Scheich Amar (Alfred Molina) nach unvorstellbarem Reichtum. Zum Objekt der Begierde wird ein ungewöhnlicher Dolch, der Dastan in die Hände fällt. Im Abenteuer ihres Lebens versuchen Dastan und Tamina, diesen geheimnisvollen Schatz vor dunklen Mächten in Sicherheit zu bringen. Denn der Besitzer des Dolchs kann den im Griff versteckten magischen Sand der Zeit freisetzen, damit die Zeit zurückdrehen und die Welt beherrschen.

Aller guten Absichten zum Trotz: Anders als etwa Nicolas Cage (in «The Rock») oder John Cusack (in «Con Air») taugt Jake Gyllenhaal nur bedingt als Actionstar. Die Spezialeffekte faszinieren längst nicht immer. Zudem fehlt eine charakterstarke Figur (wie etwa Johnny Depp in «Pirates of the Caribbean»), die die vorhersehbare Gut-gegen-Böse-Story ironisch aufpeppt. Letztlich bleibt dieser Film eine weitere Game-Adaption, die das Kinovolk spalten wird.

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