Schweizer in Rio überfallen: «Ein Mann kam mit einem Messer auf uns zu»
Aktualisiert

Schweizer in Rio überfallen«Ein Mann kam mit einem Messer auf uns zu»

Auf einem Wanderweg zurück von der Christus-Statue in Rio de Janeiro sind mehrere Touristen, darunter auch Schweizer, Opfer eines Überfalls geworden.

von
roy
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Die Christus-Statue ist eines der Wahrzeichen von Rio de Janeiro.

Die Christus-Statue ist eines der Wahrzeichen von Rio de Janeiro.

AFP/Yasuyoshi Chiba
Auf dem Weg zurück zwischen Christus-Statue ...

Auf dem Weg zurück zwischen Christus-Statue ...

AFP/apu Gomes
... und Parque Lage in Rio de Janeiro wurden mehrere Touristen Opfer eines Überfalls. (Archivbild)

... und Parque Lage in Rio de Janeiro wurden mehrere Touristen Opfer eines Überfalls. (Archivbild)

AP/Felipe Dana

Eine Touristengruppe aus etwa 40 Personen war unterwegs im Gebiet zwischen Corcovado und Parque Lage im Süden Rio de Janeiros, als sie von drei Räubern überrascht wurden. Ein Opfer, ein Patrick genannter Schweizer, sagte gemäss «Rio Times»: «Ein Mann kam mit einem Messer auf uns zu und als wir uns umdrehten, stand da noch ein anderer Mann, ebenso mit einem Messer bewaffnet. Er nahm unsere Telefone, Portemonnaies, Kameras, einfach alles», so der Schweizer.

Gemäss der Zeitung «O Globo» sind die Touristen, die sich auf dem Weg zur Christus-Statue respektive bereits auf dem Retour-Weg (wie der Schweizer) befanden, von drei Tätern überrascht worden. Demnach sollen auch ein paar von ihnen für mindestens zwei Stunden als Geiseln gehalten worden sein. Ob der Schweizer darunter war, ist nicht bekannt.

Der neue Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Wilson Witzel, sagt: «Wir können hier nicht mehr in Freiheit leben, haben Angst, auf die Strasse zu gehen.» Er wolle die Kriminalität bekämpfen, indem unter anderem die Polizeistrukturen neu organisiert werden.

Soldaten in den Norden

Auf Landesebene hat die neue brasilianische Regierung des rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro Soldaten in den Nordosten des Landes geschickt, um dort gegen die jüngste Gewalt krimineller Banden vorzugehen. Justizminister Sérgio Moro habe 300 Soldaten für die kommenden 30 Tage in den Bundesstaat Ceara beordert, teilte das Ministerium am Freitag mit.

Der Einsatz wurde mit der steigenden Zahl von Angriffen «krimineller Vereinigungen» auf Busse und öffentliche Gebäude begründet. Der Gouverneur des Bundesstaats mit neun Millionen Einwohnern habe die Regierung um militärische Unterstützung gebeten. (roy/sda)

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