Aktualisiert 16.02.2005 18:45

«Constantine»Ein Mann zwischen Himmel und Hölle

Keanu Reeves als Höllenengel John Constantine: Er sieht Dämonen und möchte das Teuflische dieser Welt vertreiben.

John Constantine macht eine unheimliche Grenzerfahrung: Nach einem Selbstmordversuch landet er für einen Moment in der Hölle. Doch er wird wiederbelebt und hat fortan die übermenschliche Fähigkeit, Dämonen, aber auch Engel, die auf der Erde herumschwirren, zu erkennen. Von dieser belastenden Erkenntnis getrieben, ist er zur Stelle, wenn es darum geht, den Menschen teuflische Dämonen auszutreiben. Die Motivation des Kettenrauchers und Alkoholikers: auf keinen Fall mehr zurück in die Hölle.

Im Film gehts nun darum, dass John einer Polizistin (Rachel Weisz) helfen soll, deren Zwillingsschwester auf unheimliche Art ums Leben kam: Wählte sie den Freitod oder wurde sie von dunklen Mächten in den Tod getrieben? John ist misstrauisch, doch als auch noch Balthazar (gespielt von Bush-Frontmann Gavin Rossdale), ein enger Vertrauter des Teufels, erscheint, weiss Antiheld Constantine, dass es ernst ist.

«Constantine» basiert auf der bei Comic-Freaks verehrten Graphic Novel «Hellblazer» und bietet vor allem eine Stunde lang satirischen Okkult-Horror vom Feinsten: Mit viel Gespür für Humor, kultige Figuren und Schauplätze inszenierte Regie-Neuling Francis Lawrence einen auch von den Effekten her coolen Film. Die Geschichte um den Tod der Zwillingsschwester verstrickt sich dann allerdings mehr und mehr in ein nicht sehr spannendes, Dialog-lastiges Unterfangen. Der teuflische Showdown wartet dann aber wieder mit einer gelungenen Pointe auf.

«Constantine» im ABC, Academy, Cinemax, Metropol, Pathé

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