Ein modernes Grossstadtmärchen aus New York
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Ein modernes Grossstadtmärchen aus New York

New York, die Millionenmetropole. Stellen Sie sich vor, Sie sehen in der U-Bahn den Menschen ihres Lebens und versäumen es, ihn anzusprechen. Aber zu spät ist es nie, wenn man nur will...

Es ist wie bei Aschenputtel: Die Prinzessin ist mir nichts dir nichts verschwunden und dem Prinzen bleibt nur der Schuh, der seine einzige Verbindung zur Angebeteten ist. Mit ihm macht er sich auf die hoffnungslose Suche - und wird dennoch fündig.

Ganau das ist dem jungen Amerikaner Patrick Moberg passiert. Vor rund einer Woche fuhr er in der «Subway» durch New York und erspähte dort seine Traumfrau, berichtet die US-Zeitung «New York Post». Und bevor sich der 21-Jährige das Herz gefasst hatte, sie anzusprechen, ist sie auch schon ausgestiegen.

So weit, so schlecht: Wie sollte der Webdesigner in der Millionenstadt jetzt noch seine Unbekannte finden? Doch anstatt aufzugeben, gab Moberg alles: Er fertigte eine Zeichnung der Mitfahrerin an und stellte sie ins Internet. «Ich musste sie einfach wissen lassen, dass ich sie total attraktiv fand», erklärte er.

Und wie das mit modernen Märchen so ist, nahm alles einen guten Lauf. Die Presse erfuhr von der verhinderten Romanze und berichtete. Keine drei Tage später meldete sich eine Australierin bei Moberg. «Als ich zur Arbeit ging, dachte ich mir, wie verrückt das alles ist. Es gibt einfach so viele Leute in New York. Und in weniger als 48 Stunden hatte ich sie gefunden.»

Camille Clayton aus Down Under macht gerade ein Praktikum in der Stadt. «Das kann ich einfach nicht glauben», war ihr Kommentar - was nur verständlich ist. Zwei Tage darauf sassen die beiden schon gemeinsam auf der Couch. Auf der des Frühstücksfernsehens, denn das Fernsehen liebt moderne Märchen. «Am Anfang war es etwas komisch, aber danach verstanden wir uns sehr gut. Wir schalten die Kamera jetzt erstmal ab. Und dann lassen wir das Ganze auf uns zu kommen», sagt Moberg.

Bleibt zu hoffen, dass dem australischen Aschenputtel nach dem Kennenlernen der Schuh nicht drückt und alles gut wird. Dann können sie weiter zusammen U-Bahn fahren - bis dass der Tod oder der Kauf eines Autos dem ein Ende setzt...

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