Swiza: Ein Neuer mischt mit im Sackmesser-Markt
Aktualisiert

SwizaEin Neuer mischt mit im Sackmesser-Markt

Der Kanton Jura hat eine lange Tradition bei der Herstellung von Sackmessern. Nun gibt es mit der Firma Swiza aus Delémont einen neuen Messer-Hersteller.

von
lin

Bei Sackmesser denkt man in der Schweiz zuerst an die Schwyzer Traditionsfirma Victorinox. Nun erhält die Schweiz einen neuen Sackmesser-Hersteller. Die Firma Swiza aus Delémont setzt künftig ebenfalls auf Messer Made in Switzerland. Die neuen Sackmesser von Swiza sind vorerst in vier verschiedenen Varianten erhältlich, wie das Unternehmen mitteilte.

Je nach Version sind die Sackmesser mit vier bis sechs Werkzeugen ausgestattet. Neben einer Klinge aus Edelstahl verfügen sie über Korkenzieher, Schraubenzieher, Kapselheber, Ahle, Dosenöffner oder Pinzette. In Sachen Funktion unterscheidet sich das neue Sackmesser nicht gross von bestehenden, dafür will Swiza mit einem modernen Design bei den Kunden punkten. Die Swiza-Messer kosten zwischen 29 und 39 Franken.

Ehemaliger Wenger-CEO

Hinter dem Projekt stehen Peter Hug und Florian Lachat, die die Marke Swiza übernommen haben. Peter Hug kennt die Sackmesser-Branche bestens: Von 2005 bis 2013 war er CEO der Wenger Group, die Ebenfalls in Delémont Messer produziert. Florian Lachat arbeitete zuvor ebenfalls für Wenger. Wenger wurde 2005 nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den Konkurrenten Victorinox übernommen. Seit 2013 werden unter dem Namen Wenger aber keine Sackmesser mehr hergestellt. Victorinox verkauft diese nun unter eigenem Namen.

Das Unternehmen Swiza wurde 1904 von Louis Schwab in Moutier gegründet und stellte bisher vor allem Uhrwerke, Wecker und Tischuhren her. 2006 trennte sich die Familie Schwab von Swiza und die Firma erlebte anschliessend mehrere Besitzerwechsel, bis schliesslich Hug und Lachat das Unternehmen übernahmen.

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