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Momente der Formel-1-SaisonEin neuer Schumi, Flammeninferno und ein Rekordweltmeister

Mick Schumacher überreicht Lewis Hamilton einen Formel-1-Helm seines Vaters Michael. Romain Grosjean entkommt einem Feuer-Unfall. Ferrari serviert Sebastian Vettel ab – ein Rückblick auf eine spezielle Formel-1-Saison.

Grosjean im Flammeninferno.

Video: SRF/20 Minuten

Darum gehts

  • Aussergewöhnliche Momente haben die Formel-1-Saison 2020 geprägt.

  • So wurde Sebastian Vettel ausgemustert.

  • Lewis Hamilton wurde Rekordweltmeister.

  • Romain Grosjean entkam einem Feuerinferno.

Es ist März. Freitag, der 13. Da kapituliert die Formel 1 vor der Corona-Pandemie und verschiebt den Saisonstart auf unbestimmte Zeit. Knapp vier Monate später schaltet die Motorsport-Königsklasse doch noch in den Notbetrieb. Momente einer denkwürdigen Formel-1-Saison.

Nichts geht mehr

Die Weltgesundheitsorganisation spricht längst von einer Pandemie – die Formel 1 hofft dennoch auf den Saisonstart in Melbourne Mitte März. Nach einem Corona-Fall im Fahrerlager muss erst McLaren für den Grand Prix von Australien zurückziehen, dann wird auch der Saisonstart abgesagt. Eine Notsaison mit 17 Rennen wird später durchgezogen.

Abschied von Rot

Ferrari feiert 2020 sein 1000. Formel-1-Rennen. Vorher teilt Teamchef Mattia Binotto Sebastian Vettel telefonisch aber dessen Scuderia-Aus nach sechs Jahren zum Saisonende mit. «Es lag nie ein Angebot auf dem Tisch», meint Vettel überrascht zu seiner im Mai verkündeten Ausmusterung. Vier Monate später macht Aston Martin die Verpflichtung des früheren Weltmeisters ab 2021 perfekt.

Für Sebastian Vettel ist der GP in Abu Dhabi der letzte mit Ferrari. 

Für Sebastian Vettel ist der GP in Abu Dhabi der letzte mit Ferrari.

Foto: Getty Images

Grünes Licht

Die Formel 1 schaltet in den Notbetrieb. Anfang Juni wird der Corona-Notkalender für die ersten acht Rennen in Europa mit dem Start am 5. Juli im österreichischen Spielberg bekannt gegeben. Die Rennställe müssen sich für die Grands Prix strengen Corona-Regeln unterwerfen, unter anderem sind regelmässige Tests und Masken verpflichtend. Zuschauer sind fast komplett verboten.

Protestbewegung

In Spielberg wird Anfang Juli wieder gefahren. Die Piloten setzen vor dem Start ein Zeichen gegen Rassismus: 14 der 20 Formel-1-Stars gehen auf ein Knie. Die Fahrer um Weltmeister Lewis Hamilton, den stärksten Befürworter der Geste, tragen schwarze T-Shirts, die meisten mit der Aufschrift «End Racism». Hamiltons Shirt hat die Botschaft «Black Lives Matter».

Weltmeister Lewis Hamilton protestiert gegen Rassismus. 

Weltmeister Lewis Hamilton protestiert gegen Rassismus.

Foto: AP

Ende einer Ära

Nach dem Verkauf an eine US-Investmentgesellschaft zieht sich die Williams-Familie aus dem gleichnamigen Formel-1-Team zurück. Co-Teamchefin Claire Williams tritt Anfang September nach dem Grand Prix von Italien in Monza ab. Eine Ära endet. Ihr Vater Frank hatte den Rennstall 1977 zusammen mit Patrick Head gegründet. Insgesamt neunmal holte das Team den Konstrukteurs-Titel.

Gänsehaut-Geste

Lewis Hamilton stellt bei der Rückkehr auf den Nürburgring im Oktober den Sieg-Rekord von Michael Schumacher ein. In einem Gänsehaut-Moment erhält der Mercedes-Mann aus den Händen von dessen Sohn Mick einen roten Rennhelm der Formel-1-Ikone. Als «eine Ikone und eine Legende» würdigt der sichtlich gerührte Hamilton nach seinem 91. Grand-Prix-Erfolg Schumacher senior.

Mick Schumacher und Lewis Hamilton teilen einen Gänsehaut-Moment. 

Mick Schumacher und Lewis Hamilton teilen einen Gänsehaut-Moment.

Foto: Getty Images

Der Rekordchampion

Lewis Hamilton erreicht Mitte November den nächsten Formel-1-Meilenstein. In Istanbul sichert sich der Mercedes-Pilot vorzeitig seinen siebten WM-Titel und zieht mit Rekordchampion Michael Schumacher gleich. Wegen einer Erkrankung am Coronavirus muss Hamilton das vorletzte Rennen in Bahrain dann aussetzen, beim Finale in Abu Dhabi ist er wieder zurück.

Flucht aus den Flammen

Romain Grosjean übersteht einen schrecklichen Feuer-Unfall beim ersten Bahrain-Rennen Ende November wie durch ein Wunder. Erst nach 27 Sekunden kann sich der Haas-Pilot aus den Flammen retten. «Ich habe den Tod kommen sehen, ich hatte keine andere Möglichkeit, als da rauszukommen», sagt Grosjean, der nur Verbrennungen an den Händen erlitten hat.

Grosjeans Bolide steht in Flammen. 

Grosjeans Bolide steht in Flammen.

Foto: Keystone

Wieder ein Schumacher

Das US-Team Haas bestätigt Mick Schumacher für 2021 als neuen Fahrer. 30 Jahre nach dem ersten Grand-Prix-Einsatz von Papa Michael bekommt die Formel 1 im Jahr 2021 also wieder einen Schumacher. «Es ist ein unglaubliches Gefühl», verkündet der Junior Anfang Dezember – und wird dann auch noch Formel-2-Champion. In Abu Dhabi dreht er im Haas schon erste Trainingsrunden.

(dpa/hua)

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5 Kommentare
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Frögli

13.12.2020, 10:15

Habe ja nur eine Frage ..... Warum bekommen nicht alle F1-Fahrer das gleiche Auto?? So hat jeder die gleiche Chance zum Fahrer-Weltmeister. Wird mit verschiedenen Marken gefahren...... Ende Jahr Marken-Weltmeister

Derunsichtbare

13.12.2020, 09:52

Hoffentlich hat hamilton bald ein ende

alessi

13.12.2020, 09:25

Zusammenfassend gelesen, gibt die Story einem die Lust zurück auf die Formel 1. Aber Tatsache ist: Der F1 Zirkus ist in all den Jahren verblasst und es treibt einem nicht mehr aus dem Hocker, trotz all den technischen Firlefanz wo einem dargebotenen wird. Weniger wäre wohl mehr. Also bleibt faktisch nur noch die Moto-GP wo Emotionen einem, ab und an, noch von Hocker reist, da man noch vermittelt bekommt der Rennfahrer sei noch derjenige der es ausmacht ein Rennen zu gewinnen oder zu zerzausen...