Ein neuer Teenie-Star auf dem Musikmarkt
Aktualisiert

Ein neuer Teenie-Star auf dem Musikmarkt

Die marode
Plattenindustrie setzt
weiterhin auf einen sicheren
Wert: Kinder. Sowohl als
Künstler wie auch als Käufer
bringen sie viel Geld.
Jüngstes Beispiel ist das
Internet-Starlet Mina.

Grosse Bambi-Augen, eine ausdrucksstarke Stimme und gerade einmal 14 Jahre auf dem Buckel. Die deutsche Nachwuchssängerin Mina ist das jüngste Beispiel für einen Trend im Musikbusiness, der nicht mehr abreisst: Kinder, die für Kinder singen. Die grossen Idole der Zehn- bis Fünfzehnjährigen sind immer öfter kaum älter als sie selbst.

Die Magdeburger Band Tokio Hotel trat 2005 die jüngste Kinderpop-Welle los. Die deutsche Musikindustrie sprang darauf allzu gerne auf den Hype auf. In der Folge pushte sie Künstler wie etwa die Killerpilze, die zwischen 14 und 19 Jahre alt sind, oder die 17-jährige LaFee.

Der grosse Vorteil der frischen, jungen Teenie-Idole: Ihre ebenfalls minderjährige Zielgruppe kauft sich noch CDs. Sei es wegen des gesperrten PCs oder der nicht vorhandenen Kreditkarte – Downloads kommen für die Kinder in den seltensten Fällen in Frage. Stattdessen wird mit dem mühsam zusammengesparten Taschengeld Musik gekauft.

Die Chancen auf Erfolg stehen also auch für Sängerin Mina gut. Das Video auf der Internetplattform, über die ihre jetzige Plattenfirma auf sie aufmerksam geworden war, verzeichnete jedenfalls schon über vier Millionen Views.

Marlies Seifert

Minas Album «How the Angels Fly» ist am Freitag erschienen.

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