Neuer Ausländer: Ein NHL-Russe für Fribourg

Aktualisiert

Neuer AusländerEin NHL-Russe für Fribourg

Fribourg-Gottéron hat auf die Sperre von Shawn Heins reagiert und per sofort den russischen Stürmer Dimitri Afanasenkow (31) verpflichtet.

Dimitri Afanasenkow bei seinem Engagement in Kloten in der Saison 2002/2003.

Dimitri Afanasenkow bei seinem Engagement in Kloten in der Saison 2002/2003.

Das ging schnell: Fribourgs Trainer Hans Kossmann hat den bei Tscheljabinsk in Ungnade gefallenen russischen Flügelstürmer Dimitri Afanasenkow per sofort verpflichtet. «Er ist beim neuen Trainer nicht mehr erwünscht und so haben wir sofort reagiert», sagt Fribourg-Trainer Hans Kossmann gegenüber 20 Minuten Online. Der neue russische Schillerfalter wird am Freitagvormittag in Fribourg eintreffen und wenn alle Formalitäten erfüllt sind, kann er am Abend bereits gegen den EV Zug loslegen. Er wurde vorerst bis 5. November verpflichtet, dies als Reaktion auf die sieben Spielsperren gegen den kanadischen Gottéron-Captain Shawn Heins.

Der Russe kann mehr sein als ein Notnagel. Die NHL-Scouts haben ihn als technisch/läuferisch guten, kompletten Stürmer gerühmt, der auch defensiv verlässlich arbeiten kann. Wenn er will. Aber er wollte nicht immer. Gerügt wurde seine Kaltblütigkeit im Abschluss: Gemessen an seinem Talent müsste Afanasenkow mehr Tore schiessen. Immerhin gehörte er 2004 in Tampa zum Stanley-Cup-Siegerteam. In der NHL hat er in 227 Partien 27 Tore und 27 Assists gebucht und in den Playoffs in 28 Spielen ein Tor und 3 Assists beigesteuert. Zudem hat er während der Saison 2002/2003 kurz in Kloten ausgeholfen (5 Spiele, 1 Tore/1 Assist). Die letzten vier Jahre hat er in der russischen Liga (KHL) verbracht (156 Spiele/41 Tore/40 Assists).

Alles in allem ist Afanasenkow ein Stürmer, der mit seiner Erfahrung, Klasse und taktischen Intelligenz die Mannschaft stabilisieren und die Offensive befeuern kann. Aber er ist kein Tore- und Spektakelmacher wie Simon Gamache oder Christian Dubé.

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