So erlebten Augenzeugen die Aquarium-Explosion

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Aquarium explodiert«Ein Papageienfisch lag erfroren da, es ist ein Feld der Verwüstung»

16 Meter hoch, 1000 Kubikmeter Wasser, 1500 Fische: Das Grossaquarium nahe dem Berliner Dom ist eine bekannte Touristenattraktion der deutschen Hauptstadt. Jetzt ist es zerstört.

Darum gehts

  • In Berlin ist in einer Hotellobby ein riesiges Aquarium explodiert.

  • Zwei Menschen wurden verletzt, 1500 Fische sind tot.

  • Augenzeuginnen und Augenzeugen berichten, wie sie die Explosion erlebt haben.

In der deutschen Hauptstadt Berlin ist am Freitagmorgen das Aquarium in der Lobby des Hotels Radisson Blu geplatzt. Durch die herumfliegenden Glassplitter sind zwei Personen verletzt worden. Eine Million Liter Wasser sind ausgelaufen, die 1500 exotischen Fische sind alle tot. Der sogenannte Aquadom im Sea-Life-Aquarium war nach Angaben der Betreiber im Internet das «grösste, zylindrische frei stehende Aquarium der Welt», eine vielen Touristinnen und Touristen bekannte Attraktion. Beim Moment des Unglücks haben sich 350 Menschen im Hotel befunden. Das Gebäude wurde evakuiert.

Die Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser (FDP) erlebte die Explosion hautnah. Gegenüber dem «Hamburger Abendblatt» sagt sie, dass sie um kurz vor sechs Uhr von einem riesigen Knall geweckt worden sei. «Es war wie eine Druckwelle und das Gebäude hat gezittert», so Weeser.  Als «desaströs» beschreibt sie das Innere des Hotels. Der Empfangsbereich und die Bar gleiche einem Feld der Verwüstung. «Einer der Papageienfische lag erfroren da», so Weeser.

«Die Lobby und der Barbereich sind total hinüber»

«Ich habe noch tief geschlafen. Dann wurde ich durch einen lauten Knall geweckt», sagt Augenzeuge Andreas Schmidt gegenüber der Agentur News5. Er habe zuerst gedacht, etwas sei vom Dach gefallen. Schmidt erzählt, wie er später das Ausmass der Zerstörung wahrgenommen hat. «Die ganze Lobby und der Barbereich sind total hinüber. Alles steht unter Wasser. Alles ist beschädigt. Das hätte ich mir nicht vorstellen können, dass durch einen Schaden an dem Aquarium so eine Verwüstung entstehen kann.»

Hast du zu Hause ein Aquarium?

Hotelgast Claudia Gonzales sagt gegenüber «Focus»: «Ich hörte diese riesige Explosion. Es klang fast wie ein Feuerwerk. Das Hotel bebte im Inneren. Ich sprang aus dem Bett und drehte mich um. Ich habe keine Bewegung wahrnehmen können, also wusste ich nicht, was zum Teufel eigentlich los war.» Auf dem Seismogramm ist das Beben aufgezeichnet worden.

«Alles ist mit Wasser überflutet»

Musikerin Iva Yudinski übernachtete ebenfalls im Hotel. Sie erzählt gegenüber «BZ-Berlin», wie sie die Explosion erlebt hat: «Wir waren im Zimmer eingeschlossen. Ich sah viele Polizisten. In der Lobby war alles dunkel.»

Sie habe zuerst nicht verstanden, was eigentlich passiert ist. «Ich habe meine Freundin angerufen und bin zu ihrem Zimmer gegangen. Von dort aus haben wir das Aquarium und die ganze Zerstörung gesehen. Alles ist mit Wasser überflutet», sagt Yudinski.

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Der Aquadom im Berliner Hotel Radisson Blu ist explodiert. 

Der Aquadom im Berliner Hotel Radisson Blu ist explodiert. 

REUTERS
Die Ausmass der Zerstörung ist gross.

Die Ausmass der Zerstörung ist gross.

AFP
Zwei Menschen wurden durch Glassplitter verletzt, 1500 Fische sind tot.

Zwei Menschen wurden durch Glassplitter verletzt, 1500 Fische sind tot.

AFP

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GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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