St. Gallen: Ein Park hat zu viele Wildschweine – im Restaurant nebenan kann man sie essen

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St. GallenEin Park hat zu viele Wildschweine – im Restaurant nebenan kann man sie essen

Weil nicht alle an andere Parks vermittelt werden können, wurden die Wildschweine im Tierpark Peter und Paul geschlachtet und im Restaurant nebenan angeboten. Bei den Hirschen siehts ähnlich aus. 

von
Samira Kunz
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Der Tierpark Peter und Paul hat ein Problem: Er hat zehn Wildschweine zu viel.

Der Tierpark Peter und Paul hat ein Problem: Er hat zehn Wildschweine zu viel.

IMAGO/imagebroker
Zwei davon konnten an andere Parks vermittelt werden, die anderen wurden geschlachtet und im Restaurant neben dem Park serviert.

Zwei davon konnten an andere Parks vermittelt werden, die anderen wurden geschlachtet und im Restaurant neben dem Park serviert.

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Dasselbe passiert mit den Hirschen.

Dasselbe passiert mit den Hirschen.

Tamedia AG

Darum gehts

  • Der Tierpark Peter und Paul in St. Gallen hat zu viele Wildschweine und Hirsche.

  • Die Tiere, die nicht weitervermittelt werden konnten, wurden geschlachtet und ans Restaurant nebenan verkauft.

  • Die Aufzucht von Jungtieren sei wichtig für die Tiere, weshalb man die Fortpflanzung nicht unterbinden möchte.

Der Tierpark Peter und Paul hat zu viele Wildschweine. Von den zehn Wildschweinen konnten nur zwei an einen anderen Park vermittelt werden, die anderen acht mussten deshalb geschlachtet werden. Ihr Fleisch wird im Restaurant neben dem Park serviert. 

«Wir können nicht immer alle Tiere lebend abgeben. Natürlich ist es immer das Ziel, zu verhindern, dass die Tiere sterben. Aber es wäre utopisch zu glauben, dass wir immer alle Tiere in anderen Einrichtungen unterbringen können», erklärt die Tierpflegerin Regula Signer gegenüber «FM1Today». Einen Teil des Fleisches direkt ans Restaurant neben dem Park zu verkaufen, sei die nachhaltigste Lösung. 

Isst du gerne Wildfleisch?

Auch Hirsche hat der Park zu viele

Dasselbe Problem hat der Park bei den Hirschen: «Im Herbst müssen wir die männlichen Tiere entnehmen, bevor sie ihre Geschlechtsreife erreicht haben. Sonst würden sie sich während der Brunftzeit mit ihrem Geweih gegenseitig aufspiessen.» Trotzdem wolle der Park nicht auf die Jungtiere verzichten. Die Aufzucht dieser sei für die Tiere eine wichtige Beschäftigung, die nicht unterschätzt werden dürfe.  

Die Herkunft des Fleisches werde im Restaurant zwar nicht auf der Menu-Karte deklariert. Wenn danach gefragt werde, sei es aber auch kein Geheimnis. 

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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