Der Ford Ranger Raptor ist gemacht für grosse Sprünge

Entwickelt für grosse Sprünge: Der neue Ford Ranger Raptor steckt fast alles weg.

Entwickelt für grosse Sprünge: Der neue Ford Ranger Raptor steckt fast alles weg.

Ford
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Ford Ranger RaptorEin Pickup für grosse Sprünge

Auch vom neuen Ranger gibt es eine Raptor-Variante – und diese ist nun endlich richtig böse.

von
Dave Schneider

«Du musst schauen, dass du den Sprung gerade anfährst. Und nicht schneller als 90 km/h, sonst fliegen wir zu weit!» Eine komische Einweisung, die man sonst an einer Fahrvorstellung eines neuen Modells nie zu hören bekommt. Dieses Auto aber ist geradezu für Sprünge konzipiert. Mit dem Ranger Raptor hat Ford 2019 eine auf rasanten Offroad-Fahrspass ausgelegte Version seines Midsize-Pickups lanciert, dessen Fahrwerk mit Fox-Dämpfern so gut wie alles wegstecken kann. Und weil der Raptor in Europa mit über 8000 verkauften Einheiten ein Riesenhit ist, bringt der US-Hersteller jetzt auch von der neuen Ranger-Generation eine solche Power-Variante.

Für jedes Gelände den passenden Modus

Dank eines ausgeklügelten Allradsystems, sperrbaren Differenzialen an beiden Achsen, grossen Geländereifen und einer entsprechend hohen Bodenfreiheit wühlt sich der Power-Pickup scheinbar mühelos durch Schlamm und Dreck, klettert gekonnt über Felsen und meistert steile Hänge oder tiefe Wasserdurchfahrten spielend. Dazu stehen per Drehschalter auswählbare Offroad-Setups zur Verfügung, je nach Gelände helfen so «Stein/Fels», «Sand/Schnee» oder «Schlamm/Spurrillen» dem Fahrer, die ideale Abstimmung von Gas, Getriebe, Lenkung und Fahrwerk zu finden. Dämpfer, Getriebe, Allradmodus und Sperren können aber auch einzeln angewählt werden. 

Schotterpisten sind die Kernkompetenz des Power-Pickups.   

Schotterpisten sind die Kernkompetenz des Power-Pickups.   

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Der Raptor wühlt sich mühelos durch Schlamm, klettert gekonnt über Felsen und meistert steile Hänge oder tiefe Wasserdurchfahrten spielend.

Der Raptor wühlt sich mühelos durch Schlamm, klettert gekonnt über Felsen und meistert steile Hänge oder tiefe Wasserdurchfahrten spielend.

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Doch auch auf der Strasse macht er seine Sache vorzüglich, rollt komfortabel ab und fährt ohne gross zu wanken durch Kurven.

Doch auch auf der Strasse macht er seine Sache vorzüglich, rollt komfortabel ab und fährt ohne gross zu wanken durch Kurven.

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Über Geländepisten fliegen

Um das wahre Wesen des Raptors zu erleben, muss man aber den Drehschalter noch eine Position weiterdrehen. «Baja» leuchtet dann auf dem Fahrerdisplay auf und die Grafiken darauf färben sich Wüstensandgelb. Dann sind alle Parameter auf «scharf» gestellt: Der Doppelauspuff bollert, das Gaspedal reagiert gierig, die Lenkung ist straffer und das Fahrwerk ist darauf ausgelegt, zu tun, wozu der Ranger Raptor in Australien entwickelt wurde – in rasantem Tempo über Geländepisten zu fliegen. Damit es dabei ordentlich zur Sache geht, haben ihm die Entwickler ein entsprechendes Performance-Aggregat verbaut: einen willig hochdrehenden 3-Liter-V6-Biturbo-Benziner mit einer Leistung von 215 kW (292 PS), gekoppelt an ein 10-Stufen-Automatikgetriebe. Der Vorgänger war ausschliesslich mit einem 2-Liter-Diesel erhältlich. Dieser Selbstzünder ist ab Frühling 2023 auch für die neue Modellgeneration erhältlich. Ob den viele bestellen werden, ist allerdings fraglich.

Herrlich unvernünftig

Mit seinen ausladenden Abmessungen, dem in vier Stufen einstellbaren Auspuffklang und seinem Normverbrauch von 13,8 Litern scheint der Ford Ranger Raptor nicht mehr in die heutige Zeit zu passen. Oder er ist herrlich unvernünftig, wie andere sagen würden. So oder so wird der Power-Pickup hierzulande gut ankommen: Von der Vorgängergeneration war in der Schweiz fast jeder zweite verkaufte Ranger ein Raptor. Diesen Erfolg sollte die neue, deutlich verbesserte Generation locker weiterführen können. Trotz eines Basispreises ab 74’010 Franken.

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