Ein Prosit auf die Entzugsklinik!

Aktualisiert

Ein Prosit auf die Entzugsklinik!

Lindsay Lohan, George Bush oder Mel Gibson sind nur einige der Promis, die sich einer Entziehungskur unterziehen mussten. Die plötzliche Trockenheit wird inzwischen als Treibstoff für die berufliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung eingesetzt.

Wenns irgendwie geht, lassen sich die Mitglieder der Hollywood-Kommune öffentlich in eine Entzugsklinik einliefern. Denn anonym will man hier auch als Alkoholiker nicht bleiben. So wird der Aufenthalt vor den Medien inzeniert und vom Pressesprecher kommentiert. Und mit dem Eintritt beginnt die gesellschaftliche Wiederauferstehung der suchtkranken Promis. Schliesslich hat man ja den Schritt zum Entzug gemacht. Die Restlösung des Sucht-Problems durch die Ärzte kann also ihren Lauf nehmen.

So wurden die persönlichen Eingeständnisse, eine Entziehungskur machen zu müssen, zu amerikanischen Erfolgsgeschichten umgeschrieben. Man könnte sogar meinen, wer nicht zumindest einen Aufenthalt in einer Entzugsklinik auf seinem Lebenslauf hat, passt nicht in Hollywoods «way of life.»

Betty Ford war das Beispiel

1982 gründete die Witwe von Ex-Präsident Ford die Betty-Ford-Klinik für prominente Entzugstherapien. Betty Ford hatte selbst lange mit einem Alkoholproblem zu kämpfen. «Es war mein Traum, ein Zentrum zu kreieren und zu realisieren, dass die grösstmögliche Sicherheit und ein qualitativ hohes therapeutisches Niveau, also ein optimales Umfeld für Frauen und Männer anbietet, die in Not sind und Hilfe brauchen», erzählte sie Jahre später.

George W. Bushs Beichte

Auch der amtierende US-Präsident outete sich bereits im Wahlkampf als ehemaliger Trinker. Doch George W. Bush vollbrachte nach eigenen Angaben was Bemerkenswertes: Er betonte, er sei ganz ohne menschliche Hilfe von seiner Sucht losgekommen.

In unserer Diashowsehen Sie, wer doch Hilfe in einer Entzugshilfe holt.

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