20.08.2019 09:46

Qualmende Kollegen

«Ein Raucher arbeitet quasi nur 50 Prozent»

Leser rechnen vor, wie viel Arbeitszeit ihre Kollegen während der Rauchpausen verbraten. Andere verteidigen die qualmenden Gspänli.

von
vb
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Nicht alle Firmen stellen gern Raucher ein – und so schreiben Unternehmen explizit ins Jobinserat, dass sie nur Nichtraucher suchen.

Anstoss an rauchenden Mitmenschen nehmen aber nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch deren Angestellte. 20 Minuten hat die Leser gefragt, was sie an rauchenden Arbeitskollegen am meisten nervt. Ein paar nehmen ihre qualmenden Gspänli aber auch in Schutz.

«Raucher sind unkompliziert»

Leserin Sylvia: «Mich stört gar nichts an Rauchern. Kollegen, die rauchen, klären während ihrer Pause meist auf unkompliziertem Weg eine Menge Büroangelegenheiten, wo andere einen halben Tag hin- und hermailen. Auch kollegial sind die Raucher irgendwie besser aufgestellt, da sie sich ja zwei- bis dreimal am Tag beim Päuschen sehen.»

«Pause auf Kosten des Arbeitgebers»

Leserin Zlata: «Grundsätzlich habe ich nichts gegen Raucher. Aber wenn ich Arbeitskollegen sehe, die täglich morgens und nachmittags jeweils fünfmal zehn Minuten Rauchpause machen, dann ist das gegenüber den anderen Mitarbeitern schon ziemlich unfair. Das ergibt ziemlich viel Zeit, in der – auf Kosten des Arbeitgebers – nicht gearbeitet wird.»

«Raucher sind über alles informiert»

Leser Andreas: «Mich stört am meisten an den Rauchern, dass Sie immer über alles informiert sind, abteilungsübergreifend miteinander sprechen und so Arbeitsabläufe optimieren. Ausserdem können sie während ihrer Pausen auch privat etwas abmachen und kommen einander sozial einfach näher.»

«Husten hat mich die Konzentration gekostet»

Leserin Belinda: «Ich war mit einem Kettenraucher im Büro. Den Rauchgeruch im Büro konnte ich akzeptieren. Doch das permanente Husten hat mich die Konzentration gekostet. Das Schlimmste war aber, dass der Kollege behauptet hat, dass die trockene Luft im Büro schuld sei am Husten.»

«Kaum da, schon am Rauchen»

Leser Stephi: «Mich nervt die ständige Abwesenheit. Kaum im Büro, der PC ist noch nicht mal warm, ist der Raucher draussen am Qualmen. Wie oft muss ich dann aufstehen und nach draussen laufen, weil der Kunde oder Lieferant schon zum x-ten Mal anruft und den rauchenden Kollegen verlangt ...»

«Ein Raucher arbeitet quasi 50 Prozent»

Leser Stefan: «Ein starker Raucher in einem IT-Center geht einmal pro Stunde draussen vor dem Eingang eine rauchen. Bis er wieder im Rechencenter ist, vergeht inklusive Security-Check eine halbe Stunde verloren. So gesehen arbeitet er nur 50 Prozent.»

«Machen doppelt so viele Pausen»

Leserin Leila: «Offiziell heisst es, die Rauchpausen seien von den anderen Pausen abzuziehen. Tatsache ist aber, dass die Raucher etwa doppelt so viele Pausen machen wie wir anderen. Wir haben fixe Schichten – wir machen also die Arbeit der Raucher während ihrer Pausen. Die Chefin tut nichts dagegen.»

«Ich mag den Gestank nicht riechen»

Leserin Chiara: «Es geht mir nicht um die kleinen Zwischenpausen der rauchenden Kollegen, sondern vielmehr um den Gestank der Hände, der Kleider usw. Ich mag das einfach nicht tagtäglich während acht Stunden riechen. Und jetzt kommt mir nicht mit Hygiene – man riecht es immer!»

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