Super League: Ein Remis und ein umstrittener Penalty

Aktualisiert

Super LeagueEin Remis und ein umstrittener Penalty

Im 246. Zürcher Derby gibt es keinen Sieger. Der FC Zürich und die Grasshoppers trennen sich 1:1.

Das 246. Derby zwischen dem FC Zürich und den Grasshoppers endete leistungsgerecht 1:1. Caios Ausgleich 19 Minuten vor Schluss verhinderte, dass GC erstmals in dieser Saison in einem stadtinternen Vergleich ohne Punkt geblieben wäre.

Aus dem Tief (fünf Spiele ohne Sieg) fand GC nicht. Zumindest nicht, was die letzten Resultate betrifft. Aber eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit trug den mässig aus der Winterpause gekommenen Hoppers im Letzigrund wenigstens einen Punkt ein. Die drei bisherigen Saison-Vergleiche mit dem Stadtrivalen hatte die Mannschaft von Pierluigi Tami bei einem Torverhältnis von 12:4 allesamt für sich entschieden.

Umstrittener Penalty

Für Aufregung sorgten im Letzigrund nicht etwa Torchancen en masse. Am meisten zu reden gab eine Szene aus der 37. Minute, die sich im Strafraum der Grasshoppers abspielte. Alexander Kerschakow legte sich den Ball vor und nützte die Gelegenheit, die ihm Alban Pnishis Bein im Laufduell bot. Man konnte es je nach Sicht schlitzohrig nennen, wie der 33-jährige Russe abhob, oder auch etwas dreist. Jedenfalls verwertete Anto Grgic den Penalty souverän. Und das Spielgeschehen stellte der Schweizer Nachwuchs-Internationale mit seinem vierten Saisontor nicht auf den Kopf.

In der ersten Halbzeit nahm der FCZ die aktivere Rolle ein, mit Ausnahme eines Schusses von Davide Chiumiento (31.) blieben klare Torchancen aber aus. Den Grasshoppers misslangen vor der Pause zuweilen einfachste Dinge. Gleichwohl hätten ein Schuss von Florian Kamberi (32.) und ein Kopfball von Pnishi an den Pfosten (33.) beinahe für die Führung ausgereicht. Keine Impulse konnte Kareem Sherko setzen. Der junge Iraker, der erstmals in der Startformation stand, musste noch vor der Pause ausgewechselt werden. Grund dafür offenbar ein medizinisches Problem. Wesentlich mehr Einfluss hatte der im Winter von Servette gekommene Linksfuss Maxime Dominguez, der ebenfalls erstmals von Beginn weg spielen durfte, für den FCZ.

Von jener Leichtigkeit, die sie in der Vorrunde ausgezeichnet hatte, war bei den Grasshoppers abermals seit dem Rückrundenstart nicht wahnsinnig viel zu sehen. Eines der Sinnbilder dafür ist Caio, der nicht wirklich in die Gänge kommt. Der Brasilianer begann auf der zentralen Position im offensiven Mittelfeld, rückte nach Sherkos Auswechslung wieder auf links. Auffallend agierte der neunfache Torschütze der ersten Saisonhälfte aber nirgendwo. Und doch stand Caio im entscheidenden Moment sprichwörtlich im Zentrum des Geschehens. Er verwertete die Flanke des kurz vorher eingewechselten Benjamin Lüthi ungedeckt zum 1:1 (71.).

Super League, 29. Runde

Zürich - Grasshoppers 1:1 (1:0)

10'218 Zuschauer. - SR Klossner.

Tore: 38. Grgic (Foulpenalty/Pnishi an Kerschakow) 1:0. 71. Caio (Lüthi) 1:1.

Zürich: Brecher; Nef, Kecojevic, Kukeli; Koch, Sarr, Grgic, Vinicius; Dominguez (76. Turkes), Chiumiento; Kerschakow.

Grasshoppers: Mall; Bauer, Senderos, Pnishi, Bamert (68. Lüthi); Milanov, Källström; Kamberi (60. Tabakovic), Caio, Sherko (38. Brahimi); Dabbur.

Bemerkungen: Zürich ohne Brunner (gesperrt), Alesevic, Bua, Buff, Etoundi, Kleiber, Sanchez, Schönbächler und Yapi, Grasshoppers ohne Basic und Tarashaj (alle verletzt). 33. Kopfball von Pnishi an den Pfosten. 89. Pfostenschuss von Grgic.

Verwarnungen: 14. Kukeli (Foul). 45. Senderos (Foul). 51. Dabbur (Foul). 54. Sarr (Unsportlichkeit). (sda)

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