Elegend EL1 - Ein retrofuturistischer Traumwagen für eine Million Franken
Der Elegend EL1 lehnt sich stark an den alten Audi Sport quattro an.

Der Elegend EL1 lehnt sich stark an den alten Audi Sport quattro an.

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Elegend EL1 weckt EmotionenEin retrofuturistischer Traumwagen für eine Million Franken

Mit dem EL1 lässt das bayerische Start-Up Elegend Autofans aufhorchen. Leider ist das Prachtstück nicht gerade billig.

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Beim Anblick eines Audi Quattro, liebevoll auch Ur-Quattro bezeichnet, schlackern einem Autofan vor Ehrfurcht die Knie – besonders, wenn es sich um den raren Sport Quattro mit 306 PS und kürzerem Radstand handelt. Der Ur-Quattro wurde von 1980 bis 1991 gebaut und war das erste Grossserienfahrzeug mit permanentem Allradantrieb. «Der Kurze» hingegen, das kantige Sportcoupé S1, ist bis heute der Inbegriff für die grossen Rallye-Erfolge von Audi in der Gruppe B und ein gesuchter Klassiker.

Retro und modern zugleich

Was das nun mit dem Elegend EL1 zu tun hat? Im Prinzip gar nichts – ausser, dass der Elektro-Flitzer vom Ur-Quattro inspiriert wurde. Retrofuturistisches Design nennen das die Entwickler, die erst kürzlich gegründete Elegend AG aus dem bayerischen Beilngries. Das Start-Up stehe für aufregende Fahrzeuge, die den Mythos der Rallye-Legenden der 1980er Jahre aufgreifen und mit einer modernen E-Technologie verbänden, schreibt das Unternehmen. «Ziel ist es, analoge Urinstinkte des emotionalen Autofahrens in die digitale Welt zu transferieren und den Markt für E-Sportwagen zu revolutionieren.»

 Ein Heck zum Verlieben: Der EL1 zitiert den legendären Sport Quattro auf futuristische Weise.  

Ein Heck zum Verlieben: Der EL1 zitiert den legendären Sport Quattro auf futuristische Weise.

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Drei Elektromotoren generieren 816 PS und sorgen für haarsträubende Fahrleistungen, 

Drei Elektromotoren generieren 816 PS und sorgen für haarsträubende Fahrleistungen,

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Ein Motor an der Vorder- und zwei an der Hinterachse, dazu je ein Sperrdifferential – da sind qualmende Reifen vorprogrammiert. 

Ein Motor an der Vorder- und zwei an der Hinterachse, dazu je ein Sperrdifferential – da sind qualmende Reifen vorprogrammiert.

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Das erste Produkt, der im Rahmen der IAA in München vorgestellte EL1, treibt den Puls aber nicht nur wegen seiner Formgebung in die Höhe. 600 kW, also nach alter Währung 816 PS, erzeugt von drei Elektromotoren, null auf hundert in 2,8 Sekunden und ein Topspeed von elektronisch begrenzten 300 km/h – die Daten der allradgetriebenen Elektroflunder wecken Emotionen. Der eine E-Motor an der Vorderachse generiert 500 Nm Drehmoment, die beiden an der Hinterachse 1100 Nm, dazu gibt es ein Sperrdifferential an beiden Achsen: Reifenqualm ist also vorprogrammiert. Die Stromversorgung übernimmt ein Akku mit 90 kWh Kapazität. Er soll im Alltag eine Reichweite von immerhin 425 Kilometer ermöglich. Oder anders ausgedrückt: genügend Power für zwei Runden auf der Nürburgring-Nordschleife liefern.

Teure Handarbeit

Aufgebaut ist der bayerische Sportwagen auf einem selbst entwickelten Chassis mit Carbon-Monocoque. «Neben dem einzigartigen Design setzen wir auf ein modernes und perfekt abgestimmtes Monocoque, inklusive Fahrgestell. So können wir auch in einer Kleinserie hochwertige und individuelle Fahrzeuge herstellen», sagt Firmenchef und Designer Marcus Holzinger. Dass diese aufwendige Bauweise in Kleinserie und die exklusive Technik ihren Preis haben, ist klar: mindestens 890'000 Euro, also knapp 970'000 Franken ruft das bayerische Unternehmen für den EL1 auf. Die Produktion der auf 30 Stück limitierten Auflage soll nächstes Jahr starten – und zwar in Handarbeit.

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