«Ein Rohrkrepierer statt Ladykracher»
Aktualisiert

«Ein Rohrkrepierer statt Ladykracher»

Bitter für Anke Engelke: Nach dem Aus von «Anke Late Night» hielt die deutsche Presse gestern nicht mit deftigen Kommentaren zurück.

Die deutschen Medien begrüssten gestern mehrheitlich das Ende der Sat1-Late- Night-Show. «‹Anke Late Night› war kein Ladykracher, sondern ein Rohrkrepierer», schrieb etwa die «Süddeutsche Zeitung» und fragte spitz: «Wer will sich abends von einer Frau die Welt erklären lassen?» Auch die «Bild» haute kräftig in die Tasten: «Laue Gags, braves Auftreten, seichtes Getalke. Die Messlatte von Vorgänger Harald Schmidt (47) war für Anke viel zu hoch.» Und «Spiegel-Online» titelte gar: «Bye, bye Hampelmuse». Unterstützung gabs von Otto Waalkes (56): «Harald Schmidt hatte zeitweise auch unterirdische Quoten. Haben das alle vergessen?», sagte er zu «TVdirekt». Und: «Man könnte fast glauben, die Deutschen mögen keine erfolgreichen Frauen.»

Auch in der Schweiz löste das Scheitern von Anke Engelke (38) Reaktionen aus: «Sie ist eine gute Komödiantin, aber die falsche Person für eine Late-Night- Show», so Satiriker Viktor Giacobbo (52). Ähnlich denkt Komödiant Beat Schlatter (43): «Erfolgreiche Formate lassen sich nicht einfach mit einer anderen Person kopieren.»

Sat1 will vorläufig keine Late-Night-Show mehr ins Programm nehmen. Anstelle von «Anke Late Night» sollen ab dem 22. Oktober die «HeliCops» spätabends für eine bessere Quote sorgen.

Jan Kirchhofer

Kein Bedauern der 20min-User

Nicht nur die deutsche Presse, sondern auch die 20-Minuten-User haben viel Verständnis für das vorzeitige Ende von «Anke Late Night».

Das Resultat unserer gestrigen Web-Umfrage ist eindeutig: 1398 User (82 Prozent) empfinden die Absetzung der Late-Night-Show von Comedy-Queen Anke Engelke (38) als gerechtfertigt.

Nur gerade 315 User (18 Prozent) haben sich für das Weiterbestehen der Sendung ausgesprochen.

Insgesamt nahmen 1713 Personen teil.

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