40 gegen 1 in Oerlikon: Ein Schläger von Oerlikon stellt sich
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40 gegen 1 in OerlikonEin Schläger von Oerlikon stellt sich

Ein Täter der Gruppe, die beim S.ip's Pub einen 18-Jährigen brutal verprügelt hat, hat sich bei der Polizei gemeldet. Der 23-Jährige gehört dem Anhang der Kloten Flyers an.

von
feb

Einer der Schläger von Oerlikon hat sich der Polizei gestellt. Dies meldet die Kantonspolizei Zürich am Dienstagmorgen. Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 23-jährigen Schweizer aus dem Bezirk Bülach.

Dieser sagte, eine Gruppe von mehreren Personen habe sich am Samstag nach dem Hockey-Spiel Kloten Flyers - ZSC Lions in der Kolping-Arena in Kloten zum S.ip's Pub in Zürich-Oerlikon begeben. Vom Pub aus - das ein Stammlokal von ZSC-Fans ist - sei es zu Provokationen und anschliessend zur Attacke gegen den 18-Jährigen gekommen. Dieser sei zu Boden gefallen.

Mutmasslicher Täter gehört wohl dem Flyers-Anhang an

Das Opfer, das ein ZSC-Fan sein soll, wurde dabei schwer am Kopf verletzt und liegt immer noch im Spital. Es konnte noch immer nicht befragt werden. Das Motiv und der genaue Hergang des Vorfalls, bei dem ein Mob von bis zu 40 Personen den 18-Jährigen angriff, ist immer noch unklar. Gemäss der Polizei wurden mehrere Begleit- und Auskunftspersonen von der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft befragt. Die Polizei bittet Zeugen weiter um Hinweise.

Der verhaftete Schweizer wurde nach der polizeilichen Befragung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zugeführt. Diese werde Antrag auf Untersuchungshaft stellen. Marc Besson, Mediensprecher der Kapo Zürich, sagte zu 20 Minuten Online: «Es gibt Hinweise, dass der Mann dem Anhang der Kloten Flyers angehört.»

Hinweise, Anregungen oder Informationen? Mail an: feedback@20minuten.ch (feb/sda)

Aktive Fanszene Kloten distanziert sich

Die aktive Fanszene Kloten, die sich aus Unity Kloten, South Side Kloten 2001 und Blue Eagles Kloten 2003 zusammensetzt, hat mit einem Schreiben auf die Vorkommnisse von Oerlikon reagiert. Man distanziere sich von der Aktion, sie stimme traurig. «Die Bestürzung über den Vorfall ist gross. Wir wünschen dem Opfer alles Gute und hoffen auf baldige Genesung», steht im Communiqué.

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