«Die Entscheidung ist unwiderruflich.» - Ein Schlussstrich drunter – Toni Kroos beendet seine internationale Karriere
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«Die Entscheidung ist unwiderruflich.»Ein Schlussstrich drunter – Toni Kroos beendet seine internationale Karriere

Drei Tage nach dem frühen Scheitern des DFB-Team an der EM gibt Mittelfeldmotor Toni Kroos seinen Rücktritt bekannt.

Sterling trifft zum 1:0 gegen Deutschland.

Video: SRF

Darum gehts

  • Toni Kroos hat seinen Abschied aus dem deutschen Nationalteam verkündet.

  • Nach 106 Spielen für die DFB-Auswahl macht er Schluss.

  • Der 31-Jährige möchte mehr Zeit für seine Familie haben.

Der frühere Weltmeister Toni Kroos beendet nach 106 Länderspielen seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft. Diese Entscheidung verkündete der 31-jährige Mittelfeldspieler von Real Madrid am Freitag in seinem Podcast «Einfach mal Luppen». «Die Entscheidung steht, sie ist unwiderruflich», sagte Kroos. Er verkündete seinen Rücktritt drei Tage nach dem Scheitern der Deutschen im EM-Achtelfinal gegen England.

Es sei «immer so, dass nach Turnieren logischerweise gewisse Resümees gezogen werden», sagte Kroos. Er habe sich auch schon vor der EM Gedanken gemacht und die Entscheidung bereits vor dem Turnier getroffen.

Toni Kroos sagt adieu. 

Toni Kroos sagt adieu.

AFP

«Es ist nicht so, dass ich nach dem Turnier aufgewacht bin und gesagt habe: «Um Gottes Willen, das muss ich alles überdenken"», sagte Kroos und berichtete im Gespräch mit seinem Bruder Felix davon, dass er schon 2018 darüber nachgedacht habe, seine Karriere im Nationalteam zu beenden. Dies habe «absolut nichts mit dem Ausscheiden zu tun gehabt», er habe «rational nachgedacht», begründete Kroos.

Als «sehr, sehr bitter» hatte Kroos das Aus des Nationalteams im Achtelfinal der Europameisterschaft gegen England bezeichnet. Unmittelbar danach war auch über die Zukunft des Routiniers diskutiert worden. Kroos war in der Auswahl des Deutschen Fussball-Bundes immer einer der wichtigsten Ansprechpartner für den aus dem Amt geschiedenen Bundestrainer Joachim Löw, sah sich aber auch häufig Kritik ausgesetzt. Kein Feldspieler kam häufiger oder länger zum Einsatz unter Löw als der Mann mit der Nummer acht.

Für die Familie

2014 wurde Kroos mit der DFB-Elf in Brasilien Weltmeister, viermal war er Champions-League-Sieger mit dem FC Bayern (2013) und Real Madrid (2016-2018). Er war Club-Weltmeister, deutscher und spanischer Meister, dazu Pokalsieger.

Dies sei «eine Entscheidung für die Familie und für mich, weil es mir auch gut tut, dass ich mehr bei der Familie bin», sagte Kroos. Er sei «sehr gerne Nationalspieler» gewesen, «aber das auch immer mit dem grossen Laster gepaart, nicht bei der Familie zu sein».

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(dpa/hua)

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