Ein Schnuckelchen aus Italien
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Ein Schnuckelchen aus Italien

«So süss, Schatz, den will ich!» Wer mit seiner Partnerin bei Fiat stoppt, wird diesen Satz mit Sicherheit zu hören bekommen. Denn der schnucklige Fiat Trepiùno weckt – vor allem bei den Frauen – Emotionen pur.

Ich bin keine Frau. Ich fühle mich von der Hygiene-Werbung im TV (ob mit oder ohne Flügel) nicht angesprochen, und meine weibliche Seite habe ich – im Gegensatz zu «MusicStar»-Juror und «Meh Dräck»-Lobbyist Chris von Rohr – noch nicht entdeckt. Oder verleugnet. Und so wie Kollege Bänz Friedli zu den Berner Young Boys und zum öffentlichen Verkehr steht, stehe ich zum FC Thun und meiner Vorliebe für V-8-Motoren.

Und trotzdem hat mich der kleine Fiat sofort angesprochen. Nein, nicht wegen der Dame im schwarz glitzernden Fummel, sondern wegen des Designs. Der Trepiùno ist – obwohl vorerst nur als Studie – ein würdiger Nachfolger für die Fiat-Kultkisten Topolino und Cinquecento. Fiat O-Ton: «Es gibt viele Anspielungen an vergangene Modelle, doch eins haben sie gemeinsam: Alle Elemente wurden auf ihre Verwendbarkeit in einem modernen Fahrzeug geprüft.»

Besonders modern und innovativ ist denn auch das Interieur im kleinen Italiener. Dank neuer Techniken und Materialien kann der nur 330 Zentimeter lange Fiat an die verschiedensten Bedürfnisse angepasst werden: Zweiplätzer, Dreiplätzer oder gar Dreiplätzer mit Notsitz.

Mit welchen Motorisierungen der Trepiùno laufen könnte, hält Fiat geheim. Ebenso hüllen sich die Verantwortlichen betreffend einer allfälligen Serienfertigung (noch) in Schweigen. Doch aufgrund der durchwegs positiven Resonanz auf die Studie stehen die Chancen wohl gar nicht so schlecht, dass das Schnuckelchen schon bald Realität wird.

Denn wenn Fiat das Segment der Klein- und Kleinstwagen wieder mitbestimmen will, hat die Firma keine andere Wahl: Der Trepiùno muss her!

Und zwar avanti!

Bis es soweit ist, cruise ich halt weiter mit meinen achtzylindrigen Mobilen über die Strassen. Aber ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem ich den Fiat Trepiùno anstelle eines Velos ans Heck meines Offroaders hängen kann.

Dieter Liechti (Textlab)

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