Ein Seerestaurant anstelle des Flosses?
Aktualisiert

Ein Seerestaurant anstelle des Flosses?

Trotz Erfolg: Das Floss muss weg. Nun bekommt ein altes Projekt Auftrieb: Ein Zürcher Architekt will am Bürkliplatz ein Seerestaurant bauen.

von
David Torcasso

Am 3. August ist Schluss mit dem Floss am Bellevue: Der Stadtrat hat eine Verlängerung bis Ende August abgelehnt. Die Enttäuschung in der Bevölkerung ist gross, zumal Restaurants im oberen Seebecken dünn gesät und heiss begehrt sind.

Die Diskussion um mehr Platz am See könnte jetzt einem bereits vor zehn Jahren vom Stadtrat abgeschmetterten Projekt zu neuem Auftrieb verhelfen. Der bekannte Zürcher Architekt Walter Wäschle hat das Projekt eines Seerestaurants beim Bürkliplatz aus der Schublade geholt und gestern im «Tages-Anzeiger» vorgestellt. «Das Restaurant soll neuer Anziehungspunkt für Zürcher und Touristen sein», erklärt Wäschle.

Es würde ebenfalls wie ein Floss im See stehen – aber nicht provisorisch, sondern auf Pfählen. 12 Millionen Franken soll es kosten – «in sechs Jahren sind die Investitionen wettgemacht», so Wäschle. Geöffnet sein soll das Restaurant durchgehend – auch im Winter und bei schlechtem Wetter. «Im Moment herrscht nämlich gähnende Leere rund um den Bürkliplatz», sagt Wäschle.

Auch die Stadt möchte die Umgebung beim Hafen der Kursschiffe aufwerten. «In diesem Zusammenhang kann man auch über einen Restaurationsbetrieb nachdenken», sagt Urs Spinner, Sprecher vom Hochbauderpartement. «Wir wollen aber den Gästen aus aller Welt an diesem schönen Ort auf keinen Fall ein Provisorium präsentieren».

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