David Jobin: Ein seltener Fehler des Zuverlässigen
Aktualisiert

David JobinEin seltener Fehler des Zuverlässigen

Nach zwei Verletzungen ist Berns David Jobin im dritten Playoff-Finalspiel aufs Eis zurückgekehrt. Vorerst glücklos - er verschuldete den entscheidenden Treffer beim 0:1 in Fribourg.

von
Peter Berger

Im Viertelfinal hatte ihn Genfs Alexandre Picard mit einem harten Check ausser Gefecht gesetzt, im Halbfinal gegen Zug schlug SCB-Ersatzgoalie Olivier Gigon wutentbrannt die Bandentür zu und übersah dabei, dass David Jobin die Hand dort hatte – Resultat: tiefe Fleischwunden an drei Fingern.

Am Dienstag kehrte der Verteidiger nun zurück und musste in seinem ersten Finalspiel den Siegtreffer von Gottérons Julien Sprunger prompt auf seine Kappe nehmen. «Wenn es ein Tor gibt, ist immer ein Fehler passiert. Ich habe kurz den Überblick verloren», so der Jurassier.

«Warum erwischt es immer micht?»

Dabei gilt der 31-Jährige auf dem Eis als die Zuverlässigkeit in Person. Ihm unterlaufen kaum Fehler. «Aber nach einer Verletzung zurückzukehren, ist nie einfach. Von null auf hundert, das braucht Zeit.» Für ihn sind diese Playoffs bisher nicht glücklich verlaufen.

Doch Blessuren sind für den dienstältesten Spieler – Jobin hält seine Knochen seit 15 Jahren für den SCB hin – nichts Neues. «Manchmal denke ich schon: Warum erwischt es immer mich? Aber ich gehe halt dorthin, wo es wehtut. Ich habe keine Angst, mich für das Team zu opfern.»

Der SCB bedetutet Jobin alles

Das will der begabte Tennisspieler und passionierte Bootsfahrer auch weiterhin tun. «Denn ich habe mir gesagt, ich gehe nicht vom SCB weg, bevor ich den dritten Meistertitel habe.» Doch Jobin, der einen Vertrag bis 2015 hat, kann sich auch vorstellen, die Karriere beim SCB zu beenden. «Dieser Klub bedeutet mir alles.»

Dass er auch nach der Laufbahn bleibt, ist unwahrscheinlich. Der Architekturliebhaber macht eine Ausbildung als Immobilienschätzer. Vorerst zählt für ihn jedoch einzig das vierte Finalspiel vom Donnerstag.

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