Staaten-Blog: Ein Spaziergang durch Amerikas Geschichte
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Staaten-BlogEin Spaziergang durch Amerikas Geschichte

Keine andere Stadt der USA vereint Heldentum und Entstehungsgeschichte so sehr wie Washington, D.C.

von
Pascal Meister
Das Lincoln Memorial gehört zu den meistabgelichteten Bauwerken der USA. Abraham Lincoln war und ist für viele Amerikaner noch immer der beste Präsident aller Zeiten. Deshalb geniesst Honest Abe besonderes Ansehen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Martin Luther Kings Rede vom Lincoln Memorial aus 1963 sowie Forrest Gumps Rede im gleichnamigen Hollywoodfilm trugen erheblich zum Bekanntheitsgrad des Denkmals bei.

Das Lincoln Memorial gehört zu den meistabgelichteten Bauwerken der USA. Abraham Lincoln war und ist für viele Amerikaner noch immer der beste Präsident aller Zeiten. Deshalb geniesst Honest Abe besonderes Ansehen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Martin Luther Kings Rede vom Lincoln Memorial aus 1963 sowie Forrest Gumps Rede im gleichnamigen Hollywoodfilm trugen erheblich zum Bekanntheitsgrad des Denkmals bei.

P. Meister
Abraham Lincoln sitzt 5,8 Meter hoch im Innern des Denkmals auf einem Marmorthron. Bildhauer Daniel French orientierte sich beim Bau an antiken Zeichnungen des griechischen Gottes Zeus. Über Lincolns Kopf wird dem 16. US-Präsidenten Tribut für den Zusammenhalt der Nation gezollt: In diesem Tempel, so wie in den Herzen der Menschen, für die er die Union rettete, ist die Erinnerung an Abraham Lincoln auf ewig festgehalten.

Abraham Lincoln sitzt 5,8 Meter hoch im Innern des Denkmals auf einem Marmorthron. Bildhauer Daniel French orientierte sich beim Bau an antiken Zeichnungen des griechischen Gottes Zeus. Über Lincolns Kopf wird dem 16. US-Präsidenten Tribut für den Zusammenhalt der Nation gezollt: In diesem Tempel, so wie in den Herzen der Menschen, für die er die Union rettete, ist die Erinnerung an Abraham Lincoln auf ewig festgehalten.

P. Meister
Die Südfassade des Weissen Hauses ist eine Kombination aus Palladianismus und Neoklassizismus. 1792 wurde die Residenz für den US-Präsidenten fertiggestellt (jedoch ohne die beiden Seitenflügel). 1814 brannten britische Truppen das Haus nieder, deshalb kamen beim Wiederaufbau 1819 klassizistische Elemente zu den Grundmauern hinzu. Der Präsident, der am meisten Zeit im Weissen Haus verbrachte, war Franklin Delano Roosevelt mit 4422 Tagen. Mit nur 31 Tagen hatte William Harrison die kürzeste Amtszeit.

Die Südfassade des Weissen Hauses ist eine Kombination aus Palladianismus und Neoklassizismus. 1792 wurde die Residenz für den US-Präsidenten fertiggestellt (jedoch ohne die beiden Seitenflügel). 1814 brannten britische Truppen das Haus nieder, deshalb kamen beim Wiederaufbau 1819 klassizistische Elemente zu den Grundmauern hinzu. Der Präsident, der am meisten Zeit im Weissen Haus verbrachte, war Franklin Delano Roosevelt mit 4422 Tagen. Mit nur 31 Tagen hatte William Harrison die kürzeste Amtszeit.

P. Meister

Der District of Columbia befindet sich zwischen den Bundesstaaten Maryland und Virginia und liegt an der Mündung des Potomac River. Stadtplaner Pierre L'Enfant gestaltete das Stadtbild nach Plänen der deutschen Stadt Karlsruhe, die ihm Thomas Jefferson von seiner Europareise 1788 mitgebracht hatte.

Alles gratis

Wer nach D.C. kommt, der kann sein Portemonnaie eigentlich fast schon zu Hause lassen, denn alle staatlichen Museen sind hier kostenlos. Und im politischen Herzen Amerikas sollte man es nicht versäumen, der National Mall entlangzuschlendern, der grössten Museumsmeile der USA. Vier Kilometer ist sie lang, die Schneise zwischen dem Lincoln Memorial (wo Martin Luther King und Forrest Gump einst eine Menschenmasse begeisterten) und dem Kapitol. Der Klassiker schlechthin befindet sich ganz am Anfang der Mall.

Das National Air and Space Museum ist so gigantisch, dass man hier einen ganzen Urlaub verbringen könnte. Meilensteine der Fliegerei und der Weltraumforschung sind hier ausgestellt. Charles Lindberghs «Spirit of St. Louis» hängt an der Decke über den Köpfen der Besucher, John Glenns Mercury-Kapsel hat einen Ehrenplatz inne, die Flugmaschine mit der die Gebrüder Wright 1903 ihren ersten erfolgreichen Lufthopser absolvierten nimmt einen ganzen Raum ein, und die Apollo-11-Kommandokapsel begrüsst die Besucher am Eingang.

Ernüchterung und Trauer

In einer Stadt, die so viel zu bieten hat, drängt die Zeit. Der Fussmarsch, vorbei am Denkmal zum 2. Weltkrieg bis hin zum Reflecting Pool, zieht sich hin. Schuld daran ist das Washington Monument, der eindrückliche Obelisk zu Ehren des ersten US-Präsidenten ist ein Fotomagnet.

Das Herzstück in D.C. ist sicherlich das Weisse Haus, Amtssitz aller Präsidenten seit John Adams. Zusammen mit dem Kapitol und dem Jefferson Memorial bildet es den inneren Zirkel der Sehenswürdigkeiten. Doch so pompös diese Bauwerke auch sind, die ergreifenden Bauten die zur Besinnung einladen, liegen verstreut entlang der Mall.

Das V-förmige Vietnam Memorial konfrontiert die Besucher mit einer ernüchternder Namensliste auf einer Granitwand die die Namen aller 58'000 gefallener Soldaten umfasst. Daneben bilden 19 lebensgrosse Statuen das Korean War Memorial. Es erinnert an den «vergessenen Krieg» in den 50er-Jahren.

Im Reich der Toten

Besonders eindrücklich ist der Arlington-Friedhof, ein Gräbermeer aus 250'000 Marmorsteinen. Sie sind stille Zeitzeugen amerikanischen Wagemuts. Die Kennedy-Gedenkstätte, Audie Murphys Grab sowie das Grab des unbekannten Soldaten, um nur einige zu nennen, werden täglich von Tausenden Besuchern beehrt.

Auch Skandale und Tragödien sind in der US-Hauptstadt zwischen Souvenirläden und Denkmäler zu finden. Dazu gehören das architektonisch auffällige und durch die Geschichte berüchtigte Watergate Hotel sowie das Ford's Theatre in der Altstadt. In Letzterem wurde im April 1865 Präsident Lincoln erschossen. Im Peterson House auf der gegenüberliegenden Strassenseite kann man das Zimmer besichtigen, in dem der Präsident am nächsten Morgen verschied.

Atemberaubende Exponate, gutes Essen, bekannte Gebäude, stille Denkmäler. Washington ist auch in kultureller und historischer Hinsicht der Mittelpunkt Amerikas. Es vereint die 50 Bundesstaaten und damit den amerikanischen Gedanke an Einigkeit – E pluribus unum – aus vielen wird eines.

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