Jubiläum: Ein Stabmixer aus dem Thurgau erobert die Welt
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JubiläumEin Stabmixer aus dem Thurgau erobert die Welt

Er gehört zu den Klassikern des Designs des 20. Jahrhunderts: der Stabmixer Bamix. Das durch und durch schweizerische Produkt feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag.

Das Konzept des Bamix hat sich in 60 Jahren nicht verändert. Die Handhabung ist sehr einfach, auch für ungeübte Köchinnen und Köche.

Das Konzept des Bamix hat sich in 60 Jahren nicht verändert. Die Handhabung ist sehr einfach, auch für ungeübte Köchinnen und Köche.

Bamix setzt sich aus den französischen Begriffen «battre» und «mixer» zusammen («schlagen» und «mixen»). Erfunden wurde der Stabmixer vom Schweizer Roger Perrinjaquet. Er erhielt am 16. Mai 1953 vom Bundesamt für Geistiges Eigentum das Erfindungspatent.

Perringjaquet verkaufte sein Patent ein Jahr später der deutschen Firma ESGE. Seit 1960 wird der Stabmixer in Mettlen im Kanton Thurgau hergestellt. Anfänglich wurden dort 250 Geräte am Tag hergestellt, heute produzieren 40 Mitarbeitende 2000 Mixer am Tag.

Nur ein Knopfdruck

Das Konzept des Bamix hat sich in 60 Jahren nicht verändert. Die Handhabung ist sehr einfach, auch für ungeübte Köchinnen und Köche: Die Küchenmaschine wird an den Strom angeschlossen und mit einem Knopfdruck in Gang gesetzt. Die zu mixende oder zu knetende Masse ist in wenigen Sekunden eine Suppe, eine Glacé oder eine Crème.

Herzstück des Bamix ist ein Wechselstrommotor mit einer Leistung von 120 bis 350 Watt. Je nach Modell schafft der Motor 12'000 bis 22'000 Umdrehungen pro Minute. Sämtliche Einzelteile, die es für einen Bamix braucht, werden in der Schweiz von langjährigen Partnern hergestellt und der ESGE AG zugeliefert. Qualität ist das A und O.

Ein einziges Produkt

Bevor ein Bamix die Produktionsstätte im Thurgau verlässt, erfährt jedes Exemplar Testläufe auf allen Stufen. Der Mixer wird in 50 Länder exportiert. Russland und China zählen zu den 10 wichtigsten Märkten.

Die ESGE AG produziert nichts anderes als den Stabmixer Bamix, wie ihr Mitinhaber und Geschäftsführer Erich Eigenmann am Dienstag in Mettlen an einer Medienorientierung sagte. Zu den Erfolgsfaktoren der ESGE AG gehören das Festhalten am Produktionsstandort Schweiz und die finanzielle Unabhängigkeit.

Längst ein Design-Klassiker

Eigenmann ist überzeugt von der Ein-Produkt-Strategie. Die Herausforderung der nächsten Jahre werde sein, neue Märkte gewinnbringend zu erschliessen. Das Ziel seiner Firma sei jedoch nicht, um jeden Preis zu wachsen. Vielmehr wolle er die Erwartungen der Kundinnen und Kunden übertreffen, sagte Erich Eigenmann.

Der Bamix muss sich nicht neu erfinden. 2001 fand der Stabmixer aus dem thurgauischen Mettlen Erwähnung im Buch «50 Klassiker, Design des 20. Jahrhunderts», wie aus der Firmengeschichte hervorgeht. (sda)

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