«Greenberg»: Ein Stadtneurotiker in L.A.
Aktualisiert

«Greenberg»Ein Stadtneurotiker in L.A.

Ben Stiller als stiller Verlierer, der den Weg aus der Midlife-Crisis sucht.

Der New Yorker Ex-Musiker Roger Greenberg (Ben Stiller) ist wohl das, was man einen ausgemachten Loser nennen kann: alleinstehend, ohne Job und gerade 40 geworden. Da kommt ihm das Angebot seines Bruders Phillip (Chris Messina) gerade recht, für ein paar Wochen auf dessen Haus in Los Angeles aufzupassen. Nebenbei ergibt sich die Möglichkeit, alte Freunde wiederzusehen: Jugendliebe Beth (Jennifer Jason Leigh), inzwischen geschieden und alleinerziehende Mutter zweier Kinder, kann oder will sich an die wilde Jugendzeit irgendwie kaum noch erinnern. Und Ivan (Rhys Ifans), der ehemalige Band-Kollege, macht jetzt irgendwas mit Computern. Nur Florence (Greta Gerwig) versprüht etwas jugendliche Frische.

Der Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach orientierte sich für seine jüngste Komödie ganz an den Filmen von Woody Allen. Die zugegebenermassen dünne Story wird durch viel Sarkasmus, schrägen Humor, stellenweise auch bewusste Melancholie aufgewertet. Nur schon Greenbergs Beschwerdebriefe haben Kultpotenzial.

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