Aktualisiert 24.06.2004 13:48

Ein Toter bei Streit in Asylunterkunft

Ein 30-jähriger Kurde hat am Mittwochabend in einer Asylunterkunft in Baden einen 47-jährigen Türken mit einem Küchenmesser erstochen.

Der Täter stellte sich. Wie die Aargauer Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte, waren auch drei nicht direkt beteiligte Türken und ein Iraker vorübergehend in Haft.

Zur Auseinandersetzung kam es am (gestrigen) Mittwochabend um 22.30 Uhr. Auslöser waren gemäss ersten Erkenntnissen Uneinigkeiten bezüglich des Fernsehprogramms und der Religion. Im Verlaufe des Streits griff einer der Männer zu einem Küchenmesser und stach mehrmals auf einen 47-jährigen Türken ein. Dieser rannte noch ins Freie, war aber so schwer verletzt, dass er hinter der Unterkunft zusammenbrach und starb.

Etwa eine halbe Stunde später meldete sich bei der Stadtpolizei Baden ein 30-jähriger türkischer Asylbewerber, laut Polizei ein Kurde, und bezeichnete sich als Täter. Er wies an einer Hand eine Stichverletzung auf und musste ärztlich behandelt werden. Die Tatwaffe hatte er auf dem Weg zum Polizeiposten versteckt. Sie wurde sichergestellt. Drei weitere Türken und ein Iraker, die bei der Bluttat anwesend, aber nicht direkt beteiligt waren, wurden ebenfalls inhaftiert. Sie sind bereits wieder auf freiem Fuss. (dapd)

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