Stadt Zürich: Ein Tramsurfer raucht gemütlich eine Zigarette
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Stadt ZürichEin Tramsurfer raucht gemütlich eine Zigarette

Ein Leser-Reporter hat am Mittwochmorgen einen Tramsurfer auf der Quaibrücke beobachtet. Dieser hat eine Zigarette geraucht und für die Kamera gewinkt.

von
20M
Unbemerkt von anderen Passagieren hat es sich der junge Mann am Mittwochmorgen auf der Tramkupplung gemütlich gemacht.

Unbemerkt von anderen Passagieren hat es sich der junge Mann am Mittwochmorgen auf der Tramkupplung gemütlich gemacht.

Leser-Reporter

Ein junger Typ sitzt auf der Kupplung eines 11er-Trams und lässt sich so über die Quaibrücke chauffieren. Diese Beobachtung machte ein Leser-Reporter am Mittwoch kurz nach 10 Uhr: «Er sass ganz gemütlich dort und rauchte eine Zigarette», so der Leser-Reporter. Als er sein Handy für ein Foto gezückt habe, habe der Tramsurfer auch noch freundlich gewunken.

Wie lange die Fahrt für den jungen Mann dauerte, weiss der Leser-Reporter nicht: «Ich habe nur gesehen, dass er mit dem 11er-Tram vom Bellevue über die Quaibrücke zum Bürkliplatz gefahren ist.» Anschliessend habe er ihn aus den Augen verloren.

Tramsurfer droht einen Strafantrag

Die morgendliche Zigarette auf der Tram-Kupplung könnte für den jungen Mann unangenehme Folgen haben. «Tramsurfen ist nicht erlaubt», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler. Gemäss dem Personenbefördergungsgesetz würde ein solches Vergehen wegen «Vorsätzlichen Besteigens eines Fahrzeugs während der Fahrt» bestraft werden. «Wenn man einen Tramsurfer beobachtet, empfehlen wir, dies unserem Fahrpersonal und/oder direkt der Polizei zu melden», so Tobler weiter. Erhalte man Kenntnis von solch einer Surffahrt, stelle man immer einen Strafantrag.

So beispielsweise auch bei einem Fall, der vor einem Jahr in den Medien über die Landesgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgte. Studenten der Zürcher Hochschule der Künste (Zhdk) inszenierten eine vermeintliche Gokart-Gang mit gefälschten Raservideos. Dabei filmten sie auch eine Szene, wie sie in den Gokarts von einem Tram gezogen werden. Die VBZ stellte Strafantrag bei der Stadtpolizei Zürich und die Studenten mussten mit einer Busse von 500 Franken aufwärts rechnen.

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