Interesse bestätigt: Ein Transfer, der die Liga verändern kann
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Interesse bestätigtEin Transfer, der die Liga verändern kann

Die Lakers können mit einem Transfer das Kräfteverhältnis der Liga für nächste Saison in den Grundfesten erschüttern. Kommt Torhüter Benjamin Conz?

von
Klaus Zaugg
Benjamin Conz ist die einzige Nummer 1 der Liga ohne Arbeitgeber für nächste Saison.

Benjamin Conz ist die einzige Nummer 1 der Liga ohne Arbeitgeber für nächste Saison.

Vorgestern hat Lakers-Geschäftsführer Roger Sigg von Servette-Manager Chris McSorley die «Preisliste» zum «Fall Conz» erhalten: Die Höhe des Salärs und der zu entrichtenden Leihsumme für die Verpflichtung von Benjamin Conz. Der Nationaltorhüter (7 Länderspiele) ist noch bis zum Ende der nächsten Saison bei Servette angestellt. Wer den besten jungen Goalie der Liga beschäftigen will, muss ihn bei Servette ausleihen.

Chris McSorley bestätigt auf Anfrage von 20 Minuten Online: «Ja, es stimmt, die Lakers haben sich bei mir nach den Modalitäten für ein Engagement von Conz erkundigt. Ich habe Roger Sigg die dazu notwendigen Informationen gegeben.»

Conz hat Playoff-Erfahrung

Die «Lösung Conz» liegt auf der Hand: Die Lakers sind das einzige NLA-Team ohne Nummer 1 für nächste Saison – und Conz ist die einzige Nummer 1 der Liga ohne Arbeitgeber für die nächste Saison. Zurzeit spielt er für Lugano. Aber die Tessiner haben für nächste Saison bereits Daniel Manzato (jetzt noch bei de Lakers) als neue Nummer 1 verpflichtet.

Die Lakers könnten auch einen ausländischen Torhüter für die nächste Saison verpflichten. Doch das warnende Beispiel der SCL Tigers in der laufenden Saison zeigt, dass ein «Desperado-Team» seine vier Ausländerlizenzen für Feldspieler benutzen sollte. Bejamin Conz ist zudem der einzige Torhüter auf dem Markt, der bereits bewiesen hat, dass er dazu in der Lage ist, einen Aussenseiter in die Playoffs zu hexen (letzte Saison in Langnau). Lakers-Trainer Harry Rogenmoser bestätigt gegenüber 20 Minuten Online sein Interesse: «Wir brauchen nächste Saison eine neue Nummer 1 und Conz ist für uns ein Thema.»

Lakers haben keinerlei finanzielle Sorgen und Limiten

Der Tabellenletzte ist drauf und dran, ein Team zusammenzustellen, das nächste Saison um die Playoffs spielen und damit das aktuelle Kräfteverhältnis der Liga in den Grundfesten erschüttern kann. Mit Stürmer Duri Camichel (von Zug) und Verteidiger Benjamin Winkler (von Kloten) kommen zwei Schweizer Spieler mit Leitwolfqualitäten, die ein Team auf und neben dem Eis besser machen können. Wird die Mannschaft mit einem erstklassigen Torhüter und vier überdurchschnittlichen Ausländern ergänzt, dann sind die Lakers für nächste Saison auf dem Papier ein Playoff-Kandidat.

Die Lakers sind zurzeit das einzige Team auf den Playoutplätzen, das keinerlei finanzielle Sorgen und Limiten hat. Männer mit abgeschlossener Vermögensbildung wie Hans-Ueli Rihs alimentieren das Unternehmen. Die Transfer-Kriegskasse ist also voll. Harry Rogenmoser gibt zwar zu bedenken: «Wir sind bei weitem nicht in der gleichen komfortablen Lage wie die ZSC Lions, Lugano oder der SC Bern.» Aber er bestreitet nicht, dass es möglich ist, von den Lakers-Investoren die notwendigen finanziellen Mittel für eine sinnvolle Transfer-Strategie zu bekommen.

Seit der Erfindung des Eishockeys im vorletzten Jahrhundert ist die Verpflichtung des richtigen Torhüters der Anfang jeder sinnvollen Transfer-Strategie.

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