Abbas und Netanjahu: Ein Treffen vor dem Showdown?
Aktualisiert

Abbas und NetanjahuEin Treffen vor dem Showdown?

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wollen sich zu direkten Gesprächen treffen. Noch diese Woche sprechen beide vor der UNO-Vollversammlung.

Die Streithähne wollen sich treffen: Benjamin Netanjahu und Mahmud Abbas.

Die Streithähne wollen sich treffen: Benjamin Netanjahu und Mahmud Abbas.

Trotz der Eiszeit zwischen Palästinensern und Israelis sind beide Seiten weiter grundsätzlich zu Gesprächen bereit. Im Konflikt um einen Palästinenserstaat haben sich nach Medienberichten sowohl der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas für ein Treffen am Rande der UNO-Vollversammlung ausgesprochen.

Dem US-Fernsehsender Fox News sagte Abbas, er sei weiter zu Verhandlungen bereit, jedoch müsste dabei etwas Konkretes herauskommen. Nach Abbas Vorstellungen müssen Verhandlungen mit Israel die Grenzen von 1967 zugrunde liegen. Israels Regierungssprecher sagte, Vorbedingungen machten ein Treffen unmöglich.

Netanjahu forderte Abbas nach israelischen Medienberichten zu direkten Gesprächen auf. Sie könnten in New York beginnen und in Jerusalem und Ramallah im Westjordanland fortgesetzt werden, sagte Netanjahu nach Angaben des Onlinedienstes Ynet.

Ansprachen vor der UNO-Vollversammlung

Abbas hatte am Montag gegenüber UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon angekündigt, am Freitag die Aufnahme eines Staates Palästina in die Vereinten Nationen beantragen zu wollen.

Am selben Tag redet er auch vor der Vollversammlung, dem Parlament der 193 Mitgliedsstaaten. Durch einen Zufall des Protokolls wird nicht einmal eine Stunde später Netanjahu zu den Delegierten sprechen. (sda)

Deine Meinung