Ein Tropfen Paradiesgarten
Aktualisiert

Ein Tropfen Paradiesgarten

Sie tragen Namen wie Ungeheuer,

Hohenmorgen, Kirchenstück oder Jesuitengarten. Trotz wohlklingenden Namen galten Weissweine der deutschen Pfalz aber als billige Massenware – von einigen Ausnahmen abgesehen. Das Qualitätsbewusstsein junger Winzer bringt nun zunehmend Tropfen hervor, die den Vergleich mit den berühmten Rieslingen der Mosel oder der Saar nicht mehr fürchten müssen. Ein gutes Beispiel ist der Deidesheimer Paradiesgarten, ein Kabinettwein des Winzers Claus Werlé.

Der trockene Riesling füllt die Nase mit fruchtigen Traubenaromen. Im Gaumen sorgt die fein ausgewogene Säure für

erfrischende Kraft. Die feine, für Riesling typische Süsse lässt den Wein angenehm auf der Zunge zergehen – ein Genuss, der in einem lang anhaltenden Abgang endet. Obwohl die Weine von Werlé auch schon als altmodisch bezeichnet wurden, ist dieser Tropfen ein gutes Bespiel für die Grösse der Weine aus der Pfalz.

Jan Graber

Deidesheimer Paradiesgarten, Riesling, Werlé 1996.

Erhältlich für 14.50 Franken bei Steiger-Jiménez in Horw.

Kontakt: steiger-jimenez@bluewin.ch oder 041 340 29 06

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