Aktualisiert 03.02.2005 15:12

«Ricordare Anna»

Ein Vater hat Schuldgefühle

80er-Bewegung, Aids und Schuldgefühle: «Ricordare Anna» erzählt eine wahre Geschichte, die sich in Zürich und Italien abspielte.

Anna (Bibiana Beglau) ist eine begabte, junge Frau, der in den 80er-Jahren eine akademische Karriere angeboten wird. Angewidert von den bürgerlichen Ansichten ihres Vaters (Mathias Gnädinger) und dem Korsett der gesellschaftlichen Verpflichtungen verlässt sie Zürich in Richtung Italien.

Dort nimmt Anna eine Stelle als Pädagogin in einer alternativen Schule an und verliebt sich in den italienischen Musiker Salvo (Pippo Pollina). Sie wird schwanger, gebärt Zwillinge und findet heraus, dass sie und ihre Kinder HIV-positiv sind. Von Schuldgefühlen geplagt macht sich Annas herzkranker Vater Jahre nach dem Tod seiner Tochter auf die Suche nach der Wahrheit, die ihn nach Italien führt.

Der in vielen Rückblenden gehaltene Film von Walo Deuber entwickelt neben der gegebenen tragischen Tiefe einen starken erzählerischen Sog. Schade nur, dass die Stimme von Bibiana Beglau (Anna) auf schweizerdeutsch synchronisiert wurde. Dies nimmt der Rolle etwas die Glaubwürdigkeit.

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