Ein Bergbach verschwindet bei Bergün GR im Boden und sorgt für Probleme
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Bergün GREin verschwindender Bach sorgt für grosse Probleme

In Bergün GR steht man vor einem Problem. Anstatt abzufliessen, verschwindet der Tuorsbach momentan im Boden und tritt unkontrolliert wieder aus. Eine langfristige Lösung gibt es noch nicht.

von
Leo Butie
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Der Tuorsbach sickert seit über zwei Monaten in den Boden.

Der Tuorsbach sickert seit über zwei Monaten in den Boden.

Privat
Anstatt den ursprünglichen Fliessweg zu nehmen, tritt der Bach nun an verschiedenen Stellen wieder an die Oberfläche.

Anstatt den ursprünglichen Fliessweg zu nehmen, tritt der Bach nun an verschiedenen Stellen wieder an die Oberfläche.

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Das Wasser fliesst zurzeit auch über die Strasse oder tritt aus Felsspalten wieder hervor.

Das Wasser fliesst zurzeit auch über die Strasse oder tritt aus Felsspalten wieder hervor.

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Darum gehts

  • Der Tuorsbach bei Bergün GR verschwindet im Boden.

  • Das Wasser tritt nun an unterschiedlichsten Stellen wieder aus dem Untergrund.

  • Das unkontrollierte Abfliessen stellt die Gemeinde vor Probleme.

  • Bereits vor 100 Jahren standen die Einwohnerinnen und Einwohner vor dem gleichen Problem.

  • Nun muss wieder eine Lösung her.

Seit mehr als zwei Monaten verschwindet der Tuorsbach bei Bergün GR bei einem Becken im Boden und nimmt seinen ursprünglichen Fliessweg nicht mehr wahr. Dem Gemeindepräsidenten bereitet der Tuorsbach nun Sorgen. «Das Wasser verschwindet und tritt jetzt an unterschiedlichen Stellen wieder aus dem Boden», sagt Gemeindepräsident Luzi Schutz.

Das Wasser fliesst zurzeit auch über die Strasse oder tritt aus Felsspalten wieder hervor. In den letzten beiden Monaten haben sich die Austrittsstellen teilweise «merklich» verändert. Momentan sorgt das Wasser lediglich für nasse Stellen. «Im Winter, wenn das Wasser gefriert, wird die Strasse vereisen und es kann auch kleine Sprengungen am Fels auslösen», erklärt Schutz. Der Zugang zur Gemeinde könne dadurch erschwert werden.

Höhlensystem als Ursache

Die Erklärung für das Phänomen liegt im Untergrund. «Es gibt unter dem Bach Karsthöhlen, wo das Wasser nun hindurchfliesst», sagt Schutz. Bereits im Jahr 1919 habe man das gleiche Problem gehabt. Damals hat man den Schlund mit Steinen gefüllt und mittels Betonplatte den Abfluss des Wassers in den Untergrund verhindert, schreibt die «Südostschweiz». Nun muss aus Sicht der Gemeinde wieder eine ähnliche Lösung her. «Wir haben bereits diverse Abklärungen getroffen», so der Gemeindepräsident.

Aus Sicht des Gemeindepräsidenten sollte das Wasser so rasch wie möglich mit einem Kanal über die Stelle, wo es abfliesst, geleitet werden. Eine längerfristige Lösung sei aber momentan noch nicht in Sicht. «Wir müssen auch mit den kantonalen Stellen Abklärungen treffen», sagt Schutz.

Im Siedlungsgebiet habe man bisher glücklicherweise noch keine Schäden davongetragen. «Auch 1919 war es nicht der Fall.»

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