Bei den Lakers: Ein Weltmeister ohne Allüren als neue Attraktion

Aktualisiert

Bei den LakersEin Weltmeister ohne Allüren als neue Attraktion

Mit Niklas Persson ist den Rapperwil-Jona Lakers ein Transfer-Coup gelungen. Der schwedische Weltmeister will zwar viel bewegen – aber ohne Stargehabe.

von
Marcel Allemann

Am 19. Mai hatten wir in der Schweiz keine Freude an Niklas Persson. Der Stürmer gehörte der schwedischen Gold-Mannschaft an, die unsere Nati im WM-Final entzauberte. Inzwischen schnürt er seine Schlittschuhe auf einer kleineren Bühne. Nach vier Jahren in Russland (KHL) unterschrieb der 34-Jährige unmittelbar nach dem WM-Triumph einen Zweijahresvertrag bei den Lakers. Ausgerechnet bei den Lakers, ist man geneigt zu sagen, die St. Galler brachten in den letzten Jahren kaum ein Bein vor das andere.

«Ich hatte zwar andere Angebote - auch aus der Schweiz - aber der Entscheid zu Gunsten von Rappi fiel mir am Ende einfach, ich hatte einen sehr guten Eindruck vom Klub», sagt Persson. Dafür verantwortlich war vor allem auch Trainer Anders Eldebrink: «Ich hatte ihn bereits als Trainer im Nationalteam. Er weiss genau, welcher Spielertyp ich bin und ich weiss, was er von mir erwartet.» Und so glaubt der Zweiwegcenter auch an eine positive Zukunft bei den Lakers: «Wir gehören zwar nicht zu den Titelkandidaten, aber hier wächst etwas zusammen.»

Harter Arbeiter ohne Stargallüren

Rappi hat zwar mit einem aktuellen Weltmeister eine Attraktion, aber Allüren legt diese deswegen keine an den Tag: «Ich war stets ein harter Arbeiter und daran ändere ich auch als Weltmeister nichts. Alles andere würde auch nicht zu mir passen.» Die Mitspieler waren erstaunt, dass Persson bereits am zweiten Tag die Namen von allen kannte – als hätte er am ersten Abend alle auswendig gelernt.

Persson muss lachen, als ihn 20 Minuten darauf anspricht und sagt: «Ich möchte doch wissen, mit wem ich zusammenspiele und zwar so rasch wie möglich, denn das ist für mich wichtig. Aber auswendig gelernt habe ich die Namen nicht. Um ehrlich zu sein, waren mir viele bereits vertraut bevor ich hierher kam.»

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