Aktualisiert 09.10.2012 20:50

Granit XhakaEin Wiedersehen mit dem Teamkollegen

Privat kommen die Gladbach-Kollegen Granit Xhaka und Havard Nordveidt gut miteinander aus. Beim Länderspiel gegen Norwegen wird der Schweizer seinem direkten Gegenspieler aber nichts schenken.

von
S. Compagno/E. Tedesco

Im Verein spielen sie Seite an Seite. Am Freitag werden sie Gegner sein: Granit Xhaka und Havard Nordveidt. Und das nicht nur, weil Xhaka das rote Leibchen mit dem Schweizer Kreuz trägt und Nordveidt für Gegner Norwegen aufläuft. Xhaka: «Wir werden uns auf dem Platz oft begegnen.» Denn die beiden Profis von Borussia Mönchengladbach besetzen in ihren Nationalmannschaften zentrale Positionen: Xhaka spielt im Schweizer 4-2-3-1 hinter der einzigen Spitze, Nordveidt wird im norwegischen 4-1-4-1 vor der Abwehr erwartet.

Auf dem Platz wollen sich der 20-jährige Schweizer und der 22-jährige Norweger nichts schenken. Privat kommen sie gut miteinander aus. «Ich mag ihn als Typ und als Spieler», sagt Xhaka, der seinen Kollegen am Niederrhein als «Spassmacher und Clown» erlebt. Dass sich die beiden gut verstehen, belegt die Tatsache, dass Xhaka und Nordveidt nach dem 2:0-Sieg der Nati in Slowenien telefonierten, Xhaka dem Norweger erzählte, was von den Slowenen zu erwarten sei.

Im Klub Kollegen, in der Nati Gegner

Gegen die Schweiz sind die Skandinavier gefordert. Eine Niederlage würde sie im Rennen um den Gruppensieg und die direkte WM-Qualifikation vorentscheidend zurückwerfen. Entsprechend erwarten die Schweizer einen hart einsteigenden, aggressiven Gegner. Xhaka: «Ich habe ihm gesagt, dass wir beide gesund zurück nach Gladbach reisen sollten.» Das dürfte auch im Interesse von Trainer Lucien Favre sein. Und auch im Interesse des jungen Baslers.

Zum ersten Mal in seiner noch kurzen Laufbahn verspürte Xhaka nach sieben Pflichtspielen ohne Sieg so etwas wie Gegenwind in Gladbach. «Der Druck von den Fans nach den schlechten Leistungen war gross, aber wir sind nie an die Wand gespielt worden, sondern haben dumme Fehler gemacht, die mit Gegentoren bestraft worden sind.

Xhaka hat die aufkommende Kritik registriert

Die aufkommende Kritik seitens der Fans und der Medien – auch gegenüber seiner Person – habe er registriert. Der ehemalige Bebbi dazu: «Kritik gehört dazu, aber wer von Fussball eine Ahnung hat, weiss, dass der Granit nicht alleine spielt, sondern noch zehn andere dazugehören. Vielleicht erwartet man auch zuviel von mir.»

Xhaka gibt zu, dass der Sieg gegen Frankfurt (2:0) am letzten Wochenende ihm und der Mannschaft gut getan hat. «Die Erleichterung ist gross. Der Dreier bringt uns wieder ein Stück weiter weg vom Abstiegskampf.» Zudem freut sich Xhaka, der am 27. September erst 20 Jahre alt geworden ist, bei der Nati zu sein. «Es ist gar nicht so schlecht, ein paar Tage weg zu sein.»

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