Nanotechnologie: Ein winziger Weihnachtsgruss
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NanotechnologieEin winziger Weihnachtsgruss

Forscher der Universität Glasgow haben die kleinste Weihnachtskarte der Welt hergestellt. Sie ist nur etwa doppelt so breit wie ein menschliches Haar.

von
pbl

Die «Karte» ist 200 Mikrometer breit und 290 Mikrometer hoch und damit für das blosse Auge nicht sichtbar. Sie hätte 8276 Mal auf einer Briefmarke Platz und mehr als eine halbe Million Mal auf einer normalen Weihnachtskarte vom Format A5, heisst es in einer Mitteilung der Universität Glasgow. Man wolle damit die «weltweite Führungsrolle» der schottischen Hochschule im Bereich der Nanotechnologie unterstreichen.

«Es kann ziemlich schwierig sein, den Leuten diese Technologie zu erklären», sagte Professor David Cumming. Mit der Weihnachtskarte könne man auf einfache Weise zeigen, wie genau sie ist. Zusammen mit einem Kollegen hat Cumming das Christbaum-Sujet auf ein winziges Stück Glas eingeritzt, mit einer Methode namens Plasmon-Resonanz. «Die Herstellung dauerte nur 30 Minuten – für das Design brauchten wir deutlich länger.»

Die Universität betont in ihrer Mitteilung, dass es für die Technologie zahlreiche praktische Anwendungsmöglichkeiten geben werde. So könnte sie künftig für Kameras, Fernseher und Computerbildschirme verwendet werden.

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