13.10.2020 14:56

Ein Wochenende in Winterthur

Winterthur ist eine Grossstadt, und doch kennt man sich hier; sie ist lebendig und gleichzeitig auch etwas verschlafen. Sie kombiniert gekonnt mächtige Industriehallen mit charmanten Arbeiterhäuschen, pompösen Villen und altehrwürdigen Altstadthäusern.

von
Martin Hoch
13.10.2020

Einheimische würden sagen: Winterthur ist einfach perfekt. Sie sind stolz auf ihre Arbeiter- und Kulturstadt. Denn als die Industrie aufblühte, wurden auch Kunstliebhaber wie Oskar Reinhart in der Stadt gross – heute zeichnen sowohl Kunst wie Industrie Winterthur aus.

Die Stadtkirche in der Altstadt von Winterthur.
Altstadt Winterthur

Die Stadtkirche in der Altstadt von Winterthur.

Schweiz Tourismus

Samstag – Freudig durch den Tag

Die Marktgasse in der Altstadt kennen alle, die wahren Schätze der Stadt verstecken sich aber in der Parallelgasse sowie hinter dem Bahnhof.

9 Uhr – Gassenfreuden

Im «Bonne Maman» Cupcakes essen, bevor es in der Steinberggasse auf die Suche nach Schätzen in den Boutiquen geht.

Tipp für Foodies: Die Hasan-Sandwichs an der Technikumstrasse sind schon fast Kult.

Am Samstag läuft hier immer viel. Und während den Musikfestwochen, wenn hier die grosse Konzertbuehne steht, sprüht die Gasse vor Leben.
Steinberggasse

Am Samstag läuft hier immer viel. Und während den Musikfestwochen, wenn hier die grosse Konzertbuehne steht, sprüht die Gasse vor Leben.

swiss-image.ch/Ivo Scholz

13 Uhr – Spielfreuden

Hinter dem Bahnhof entsteht mitten im früheren Industrieareal von Sulzer ein riesiger Spielplatz für Kreative jeglicher Art. Im Skills Park schnappt man sich Golfschläger und Ball und spielt sich beim Urban Golf durchs Areal.

Der Skills Park ist Europas grösste Halle für Action- und Basissportarten.
Skills Park

Der Skills Park ist Europas grösste Halle für Action- und Basissportarten.

Schweiz Tourismus

16 Uhr – Nostalgiefreuden

In der wohl kleinsten Bar der Stadt, im ehemaligen Portierhäuschen, wird auf den Abend angestossen, bevor man zu den drei ausrangierten Wagen der Uetlibergbahn spaziert und dort ein überraschendes Menü geniesst.

Nicht alltäglich: in einem ausrangierten Wagon der Uetlibergbahn essen.
Restaurant Les Wagons

Nicht alltäglich: in einem ausrangierten Wagon der Uetlibergbahn essen.

Schweiz Tourismus

20.15 Uhr – Filmfreuden

Im Kino Cameo flackert alles über die Leinwand, das sonst nirgendwo gezeigt wird.

Drink-Tipp: Sich einen Serpentin im «Schmalen Handtuch» genehmigen. Prost!

23 Uhr – Schlaffreuden

Das Depot 195 ist zwar nur ein Hostel, aber es fehlt ihm an nichts. So unaufgeregt und zwanglos wie die Stadt und ihre Einwohner selbst – und besser schläft man in Winterthur nirgends.

Sonntag ist Museumstag

Am Sonntag ist in der Winterthurer Altstadt Ruhetag. Perfekt also, um auf eine Museumstour zu gehen.

9.30 Uhr – Morgenstunde

Der Tag beginnt mit einem Spaziergang von den idyllisch gelegenen Walcheweihern zur Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz». Bevor die Kunstsammlung unter die Lupe genommen wird, gönnt man sich im Café ein ausgedehntes Frühstück.

Das Museum, ein Ort der Ruhe und Inspiration.
Sammlung Oskar Reinhart

Das Museum, ein Ort der Ruhe und Inspiration.

Switzerland Tourism

13 Uhr – Glücksmomente

Vom Römerholz ist es nicht weit bis zum Bäumli. Es gibt keinen besseren Ort, um über die Reben auf die Stadt und die umliegenden grünen Hügel zu blicken. Zur Krönung gibt’s ein Glacé im Restaurant Goldenberg.

Fun Fact: Im Stadion des FC Winterthur gibt’s eine Sirupkurve für Kinder.

Der Blick vom Rosengarten ueber die Stadt Winterthur an die Weinberge und das darüber gelegene Restaurant Goldenberg.
Restaurant Goldenberg

Der Blick vom Rosengarten ueber die Stadt Winterthur an die Weinberge und das darüber gelegene Restaurant Goldenberg.

Switzerland Tourism

15 Uhr – Momentaufnahme

Wieder unten in der Stadt angekommen, lohnt sich ein Besuch im Fotomuseum oder im Kunst Museum Winterthur.

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6 Kommentare
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Fredi Hinz

14.10.2020, 19:21

Ich vermisse das Comercio

Exil Winterthurer

14.10.2020, 13:05

Ich bin in Winterthur aufgewachsen. Früher war der Bahnhof das beste an Winterthur, von dort konnte man nach Zürich fahren. Das hat sich über die Jahrzehnte umgedreht. Winterthur hat sich sehr zum Positiven geändert. Super Stadt, bietet viel und ist doch übersichtlich geblieben. Würde jederzeit wieder dorthin ziehen.

Stapi Mike

14.10.2020, 10:33

Unsere Stadt ist wirklich toll und hat eine sehr hohe Lebensqualität. Es sind solche Beispiele, wie sie genannt wurden, die dafür verantwortlich sind. Und dahinter stehen Menschen. Menschen, die in Winterthur wohnen und/oder arbeiten. Winterthur hat ein unheimliches Suchtpotenzial - man kann nie genug davon kriegen.