US-Masters: Ein Youngster stiehlt den Stars die Show
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US-MastersEin Youngster stiehlt den Stars die Show

Jordan Spieth trumpft beim US-Masters in August gross auf. Er lässt die Konkurrenz wie Rory McIlroy oder Tiger Woods an den ersten beiden Tagen weit hinter sich.

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12. April 2015
12. April 2015

Mit erst 21 Jahren bereits das Masters in Augusta gewonnen: Der junge Amerikaner Jordan Spieth lässt sich feiern.

Keystone/AP/Matt Slocum
Von Partnerin Annie gibt es einen Siegerkuss.

Von Partnerin Annie gibt es einen Siegerkuss.

Keystone/AP/Chris Carlson
Rory McIlroy zeigt eine gute Schlussrunde und wird hinter den schlaggleichen Justin Rose und Phil Mickelson Vierter.

Rory McIlroy zeigt eine gute Schlussrunde und wird hinter den schlaggleichen Justin Rose und Phil Mickelson Vierter.

Keystone/AP/Chris Carlson

Der erst 21-jährige amerikanische Golfprofi Jordan Spieth dominierte an den ersten zwei Tagen des 79. US Masters in Augusta nach Belieben. Der hochtalentierte Aufsteiger distanzierte die Konkurrenz mit Runden von 64 (8 unter Par) und 66 Schlägen um mehrere Längen.

2012, mit 18 Jahren, schloss sich der Texaner Jordan Spieth den Profis an. Er gewann in kurzer Zeit zwei Turniere auf der hochdotierten US PGA Tour und kletterte in der Weltrangliste an die 4. Stelle. Was er zum Auftakt des prestigeträchtigsten Turniers und ersten Major-Turniers des Jahres zeigte, war nichts anderes als ein weiterer Beweis seines immensen Talents, das aus ihm dereinst einen der grössten Golfer machen könnte.

Beinahe Rekord eingestellt

«Ja, es war eine meiner allerbesten Runde», sagte der junge Mann. Die 64 Schläge waren resultatmässig die beste Startrunde am US Masters seit dem 63er-Umgang des australischen Weissen Hais Greg Norman im Jahr 1996. Norman wurde damals in einer dramatischen, unvergesslichen Schlussrunde vom Engländer Nick Faldo überholt.

Spieth spielte neun Birdies bei nur einem Bogey und erbrachte damit eine Leistung, die man auf dem schwierigen Par-72-Kurs im Augusta National Golf Club für nahezu unmöglich gehalten hatte. Den einzigen Schlagverlust musste er ausgerechnet am 15. Loch hinnehmen, am letzten Par 5, an dem die Besten üblicherweise ein Birdie budgetieren.

Anderntags fuhr Spieth im gleichen imponierenden Stil weiter. Er schaffte zwar «nur» sechs auf beide Platzhälften gleichmässig verteilte Birdies, erlaubte sich diesmal jedoch keinen Fehler .

McIlroy und Woods im Hintertreffen

Der Topfavorit und Weltranglistenerste Rory McIlroy büsste allein schon in der ersten Runde sieben Schläge auf Spieth ein, er kann aber noch realistische Hoffnungen hegen. Gleiches gilt für Tiger Woods, der einer unbefriedigenden 73er-Runde eine 69 folgen liess. Der 14-malige Majorturnier-Gewinner hinterliess einen zwiespältigen Eindruck. Er war weit entfernt von einem Debakel, wie er es vor seiner schöpferischen Pause im Januar mit einer 82er-Runde erlitten hatte, andererseits aber auch um einiges entfernt von einer Topleistung, wie er sie vor dem Masters vollmundig angekündigt hatte. (si)

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