Aktualisiert 07.08.2011 12:07

225. Zürcher Stadtderby

Ein zweiter Anlauf in der Meisterschaft

Nur die Bayern im Kopf? Der FCZ riskiert mit einer Niederlage im Derby das Kerngeschäft Meisterschaft aus den Augen zu verlieren. «Alles nur eine Sache der Einstellung», sagt FCZ-Trainer Urs Fischer.

von
Eva Tedesco
Trainer Urs Fischer, FCZ-Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel (v.l.) haben nach dem Verbleib im internationalen Geschäft das Lachen wieder gefunden. (Keystone/AP)

Trainer Urs Fischer, FCZ-Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel (v.l.) haben nach dem Verbleib im internationalen Geschäft das Lachen wieder gefunden. (Keystone/AP)

Der Hype um die zwei Spiele gegen Bayern München ist gross. Überall werden die Spieler auf die Duelle gegen Bayern angesprochen. Von der Familie, von Freunden, Fans und über Journalisten. Kaum hatten die FCZ-Spieler ihre Handys nach dem Training auf der Allmend wieder eingeschaltet, liefen die Drähte heiss. Das Derby gegen GC war an jenem Trainingsnachmittag zur Nebensache verkommen. Dabei ist und bleibt, so betonen Vereinsführung und Trainer gebetsmühlenartig, die Axpo Super League das Kerngeschäft.

Mit drei Spielen und Null Punkten liegt aber gerade dieses im Argen und hat den FCZ in den letzten Wochen heftig aus dem Tritt gebracht. Die Aufgabe bis zum ersten Duell gegen die Bayern in der Champions-League-Qualifikation bleibt weiter keine einfache: Heute steht das Derby gegen GC an und eine Woche später muss der FCZ zum Erzrivalen und Meister nach Basel. «Wer nicht die richtige Einstellung zur Sache hinbekommt, der hat in diesem Job nichts verloren. Wir haben unsere Ohrfeige bereits kassiert», sagt Fischer und zeigt keinerlei Verständnis für Träumereien. Nach dem 1:1-Auswärtserfolg in Lüttich und einem guten Spiel der Zürcher folgte umgehend eine 1:2-Klatsche gegen Aufsteiger Lausanne. Sicher werden er und sein Staff die Spieler auf das Thema hinweisen und warnen. «Wer aber nicht die richtige Einstellung mitbringt, bei dem ist Hopfen und Malz verloren. Jeder Spieler sollte wissen, worum es geht.»

GC ist in der Meisterschaft schon konstanter

Es geht um erste Punkte im laufenden Championat. Aber auch darum, endlich in der Meisterschaft anzukommen, damit man das Ziel, um den Titel mitzuspielen, nicht schon vor der Winterpause als verpasst abhaken muss. «Derby ist Derby. Das sind spezielle Spiele und die will man gewinnen», so der FCZ-Trainer. Aber auch Fischer hat das Spiel von GC gegen Basel gesehen und dabei zwei Mannschaften erkannt, die Gas gegeben und Dampf gemacht haben. Und auch wenn die Tore auf Konter gefallen seien, hat der FCZ-Coach ein GC gesehen, dass viel gelaufen ist, gefightet hat und stets präsent war. Kurz: «Sie sind schon konstanter als wir.»

Der Zürcher war zuletzt mit der Leistung gegen Lüttich sehr zufrieden. Zumal der Druck nach der harschen Kritik der letzten Wochen und auch aus wirtschaftlicher Sicht enorm war. Dieser Druck ist weg. «Ich denke, dass es ein interessantes Spiel geben wird», sagt Fischer deshalb und ist überzeugt, dass sein FCZ im zweiten Anlauf und mit dem ersten Saisonsieg nun auch die Kurve in der Meisterschaft kriegen wird.

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