Aktualisiert 17.01.2015 16:03

Felix Neureuther

«Einäugig» zum Slalomsieg

Felix Neureuther kämpft beim Slalom in Wengen mit gesundheitlichen Problemen. Das hält den 30-jährigen Deutschen nicht davon ab, seinen 11. Weltcupsieg einzufahren.

von
heg
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Sonntag, 18. Januar 2015Hannes Reichelt triumphiert in Wengen. Der Österreicher gewinnt die Traditionsabfahrt am Lauberhorn.

Sonntag, 18. Januar 2015Hannes Reichelt triumphiert in Wengen. Der Österreicher gewinnt die Traditionsabfahrt am Lauberhorn.

AFP/Fabrice Coffrini
Beat Feuz muss sich mit dem zweiten Rang begnügen. Der Berner zeigt aber eine starke Leistung.

Beat Feuz muss sich mit dem zweiten Rang begnügen. Der Berner zeigt aber eine starke Leistung.

urs Lindt/freshfocus
Genau so wie Carlo Janka, der nach seinem Kombi-Sieg am Freitag zwei Tage später wieder aufs Podest fährt und sich den dritten Rang sichert.

Genau so wie Carlo Janka, der nach seinem Kombi-Sieg am Freitag zwei Tage später wieder aufs Podest fährt und sich den dritten Rang sichert.

Keystone/AP/Giovanni Auletta

Nach dem Ausfall in Adelboden triumphiert Felix Neureuther eine Woche später im Slalom in Wengen. Er gewinnt den Wettbewerb im Schneetreiben im Berner Oberland vor dem Italiener Stefano Gross und dem Norweger Henrik Kristoffersen. Nach dem 1. Lauf deutete wenig auf einen Sieg Neureuthers hin.

Der Deutsche kämpfte nicht nur gegen die Witterung. «Ich habe mir in der Nacht einen Wirbel eingeklemmt und das beeinträchtigte mein Sehgefühl auf dem linken Auge», so der Sieger. Dieses gesundheitliche Problem ist eine Folge von Neureuthers Autounfall vor knapp einem Jahr vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi. «Es kommt jeweils schleichend und ich merkte es bei der Besichtigung.» Der Sohn von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther liess sich vor dem ersten Durchgang am Nacken behandeln und fuhr deshalb «etwas passiv». Mit 0,55 Sekunden Rückstand auf den Führenden Mattias Hargin aus Schweden lag er nur auf dem 5. Zwischenrang.

Starke Reaktion

Im zweiten Lauf hatte Neureuther nicht mehr mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er legte eine perfekte Fahrt in den Schnee, an welcher sich die Gegner die Zähne ausbissen. «Ich riskierte mehr und es ging alles perfekt auf. In Wengen zu gewinnen ist phantastisch. Es ist ein sehr schwieriger Hang und man träumt schon als Kind von einem Sieg hier», freute sich Neureuther. Für den 30-Jährigen ist es der elfte Weltcupsieg, der zweite in Wengen. Vor zwei Jahren gewann er ebenfalls im Slalom.

Sein grosser Konkurrent Marcel Hirscher war für einmal kein Gegenspieler. Der Österreicher verabschiedete sich bereits im ersten Lauf nach einem Einfädler. Mit Luca Aerni auf dem 10. Platz schaffte ein Schweizer den Sprung in die Top 10. Daniel Yule wurde 20.

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