Aktualisiert 28.02.2014 13:42

Akrobatische Diebe

Einbrecher klettern den Dachkännel hoch

Diebe in Lausanne haben eine neue Masche: Anstatt Türen aufzubrechen, kämpfen sie sich lieber an der Hausfassade hoch.

von
pat
Diebe sind in Lausanne diese Dachrinne hochgeklettert – bis in den dritten Stock.

Diebe sind in Lausanne diese Dachrinne hochgeklettert – bis in den dritten Stock.

Auch Wohnungen in luftiger Höhe sind vor Einbrechern nicht sicher, der Trick mit der Dachrinne boomt in der Romandie. Diese Erfahrung hat auch ein Paar aus Lausanne gemacht: «Wir waren nur kurz weg, die Tür war verriegelt. Als wir nach Hause kamen, war das Zimmer ein einziges Chaos», erinnert sich Victor*.

Die dreisten Einbrecher kletterten den Dachkännel rund zehn Meter hoch und stiegen im dritten Stock zum Fenster ein. «Das hätte ich nie gedacht, das ist so hoch», sagt Victor. Dass diese Masche kein Einzelfall ist, bestätigt der Lausanner Stadtrat, wie «20 Minutes» berichtet.

In der Deutschschweiz ist der Trick längst bekannt. Trotzdem gibt es solche Fälle in den meisten Kantonen nur vereinzelt. Im Kanton St. Gallen hat die Polizei mehrere Einbrecher erwischt, die im ersten Stock in Wohnungen einsteigen wollten, wie Kapo-Sprecher Gian Andrea Rezzoli erklärt. Und auch im Kanton Bern wurde schon gegen Personen ermittelt, die nach dem Erklettern von Fassaden oder Regenrohren in Wohnungen eingebrochen sind, sagt die Berner Kapo-Sprecherin Simona Benovici.

* Name der Redaktion bekannt

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