Aktualisiert

DiebesbandenEinbrecher sind bestens organisiert

Einbrecher aus Osteuropa treiben hierzulande vermehrt ihr Unwesen. Sie finden Schweizer Gefängnisse angenehm.

von
daw

Eingebrochene Türen und durchwühlte Wohnungen: Bereits warnt die Kapo Baselland, dass im Moment fast doppelt so viele Einbrüche stattfinden wie zur gleichen Zeit im Vorjahr – nämlich bis zu 40 pro Woche. «Dabei steht die Einbruchsaison erst noch vor der Tür», sagt Sprecher Rolf Wirz. Es seien mitunter bestens organisierte Diebesbanden aus Georgien oder Rumänien am Werk. Noch schlimmer ist es in der Westschweiz, wo sich laut Experten die georgische Mafia etabliert hat: Im Kanton Genf nahmen die Einbrüche letztes Jahr um über 30 Prozent auf 5700 zu. Im Kanton Waadt gab es in den letzten Jahren fast eine Verdoppelung.

Laut Kapo-Sprecherin Olivia Cutruzzola haben die Georgier anfänglich vor allem Laden- und Trickdiebstähle ­begangen, sich nun aber auf Einbrüche spezialisiert. Die Hälfte der in der Westschweiz verhafteten Georgier sind Asylbewerber. Als paradiesisch empfinden die Einbrecher die Schweizer Haft: Ein ausgeschaffter Georgier sagte der SF-Sendung «Reporter», er habe hierzulande «eine gute Zeit verbracht»: «Wer in Georgien ins Gefängnis kommt, hat nichts zu lachen.» Gemäss Luc Sergy von der Sicherheitsfirma Securitas Direct AG passiert in der Schweiz mittlerweile alle acht Minuten ein Einbruch. «Ein Grund dafür ist sicher der Abbau der Grenzkontrollen in den letzten Jahren.» (daw/20 Minuten)

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