30.06.2020 12:43

Strafgericht BL

Einbrecher soll wegen Mordes 14 Jahre ins Gefängnis

Bei einem Einbruchdiebstahl im März 2019 wurde der betagte Bewohner eines Einfamilienhauses in Münchenstein getötet. Der Haupttäter soll nun wegen Mordes verurteilt werden.

von
Lukas Hausendorf
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Ein 19-jähriger Rumäne soll wegen Mordes 14 Jahre ins Gefängnis. Die Tat geschah in Zusammenhang mit einem Einbruch in Münchenstein im März 2019.

Ein 19-jähriger Rumäne soll wegen Mordes 14 Jahre ins Gefängnis. Die Tat geschah in Zusammenhang mit einem Einbruch in Münchenstein im März 2019.

Tom Bisig
Am Höhenweg  ereignete sich die Tat in der Nacht vom 18. auf den 19. März 2019. Der Hauptbeschuldigte E.S.* und zwei Mittäter brachen spätabends in das Einfamilienhaus ein, die Bewohner schliefen. Davon gingen die Einrbecher wenigstens aus.

Am Höhenweg ereignete sich die Tat in der Nacht vom 18. auf den 19. März 2019. Der Hauptbeschuldigte E.S.* und zwei Mittäter brachen spätabends in das Einfamilienhaus ein, die Bewohner schliefen. Davon gingen die Einrbecher wenigstens aus.

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Überraschend brannte im Arbeitszimmer aber Licht. Darin lag der pflegebdürftige, kranke Bewohner des Hauses. Haupttäter E.S.* fügte ihm tödliche Verletzungen zu, um zu verhindern, dass der 88-Jährige Alarm schlagen und den Raubzug der Einbrecher vereiteln würde.

Überraschend brannte im Arbeitszimmer aber Licht. Darin lag der pflegebdürftige, kranke Bewohner des Hauses. Haupttäter E.S.* fügte ihm tödliche Verletzungen zu, um zu verhindern, dass der 88-Jährige Alarm schlagen und den Raubzug der Einbrecher vereiteln würde.

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Darum gehts

  • Bei einem Raub in einem Einfamilienhaus wurde im März 2019 der 88-jährige Bewohner tödlich verletzt.
  • Der Hauptbeschuldigte, ein 19-jähriger Rumäne, bestreitet den Tatvorwurf trotz erdrückender Beweise und einem eindeutigen Gutachten des Rechtsmediziners.
  • Die Staatsanwaltschaft beantragt einen Schuldspruch wegen Mordes und 14 Jahre Haft.

Der Erst der Lage schien dem Hauptbeschuldigten E.S.* nicht bewusst zu sein. Zum Auftakt der Hauptverhandlung vor der Fünferkammer des Baselbieter Strafgerichts am Montag tuschelte er während der Ausführungen des Rechtsmediziners und der forensischen Genetikerin mit seinen beiden Mitangeklagten. Am 19. März 2019 war die Bande nachts in einem Münchensteiner Einfamilienhaus eingestiegen, der 88-jährige Bewohner wurde dabei tödlich verletzt.

Die Beweislast gegen den 19-jährigen Rumänen ist erdrückend. DNA am Tatort und ein eindeutiger Befund des Rechtsmediziners. Der gebrechliche Senior starb an den Blutungen, die der junge Mann ihm mit mehreren Schlägen auf die linke Gesichtshälfte zufügte. Für den anklagenden Staatsanwalt Stefan Fraefel war das eindeutig Mord. Der Beschuldigte habe so lange auf den Mann, der mit einer Sauerstoffmaske in seinem Bett lag, eingeschlagen, bis dieser keinen Ton mehr von sich gab. Den Tod nahm S. dabei mindestens billigend in Kauf.

Für die kaltblütige Tat soll der Rumäne nun des Mordes in Tateinheit mit besonders qualifiziertem Rau, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs sowie Unterlassen der Nothilfe schuldig gesproche werden und dafür 14 Jahre ins Gefängnis. Für die beiden Komplizen beantragt Fraefel Schuldsprüche wegen besonders qualifizierten Raubs und Haftstrafen zu 7 und 6,5 Jahren. Allen drei Rumänen sollen zudem Landesverweise über mindestens 10 Jahre ausgesprochen werden.

Das Gericht unter Vorsitz von Irene Laeuchli wird voraussichtlich am 3. Juli sein Urteil fällen.

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