28.09.2018 19:08

EinbruchschutzEinbrecher suchen Bargeld und verschmähen iPhones

Einbrecher interessieren sich laut der Polizei weniger für Elektronika – wegen der Seriennummer. Sie haben es vor allem auf Bares und Schmuck abgesehen.

von
nzy
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2017 wurden insgesamt rund 41'300 Einbruchs- und Einschleichdiebstähle registriert, wie Zahlen vom Bundesamt für Statistik (BFS) zeigen.

2017 wurden insgesamt rund 41'300 Einbruchs- und Einschleichdiebstähle registriert, wie Zahlen vom Bundesamt für Statistik (BFS) zeigen.

Andreypopov
Pro Tag sind das durchschnittlich 113 Einbrüche. Am häufigsten ist die Westschweiz betroffen.

Pro Tag sind das durchschnittlich 113 Einbrüche. Am häufigsten ist die Westschweiz betroffen.

Keystone/Martin Ruetschi
Für klassische Wohnungseinbrecher seien Bargeld und Schmuck die wichtigste Beute. Florian Schneider von der Kantonspolizei St. Gallen erklärt: «Das Geld liegt lose in der Wohnung herum. Schmuck kann man sehr gut weiterverkaufen, deshalb nehmen Einbrecher lieber kleinere Dinge mit.»

Für klassische Wohnungseinbrecher seien Bargeld und Schmuck die wichtigste Beute. Florian Schneider von der Kantonspolizei St. Gallen erklärt: «Das Geld liegt lose in der Wohnung herum. Schmuck kann man sehr gut weiterverkaufen, deshalb nehmen Einbrecher lieber kleinere Dinge mit.»

D-keine

2017 wurden insgesamt rund 41'300 Einbruchs- und Einschleichdiebstähle registriert, wie Zahlen vom Bundesamt für Statistik (BFS) zeigen. Pro Tag sind das durchschnittlich 113 Einbrüche. Am häufigsten ist die Westschweiz betroffen. Mehrheitlich handelt es sich dabei um private Liegenschaften in Mehrfamilienhäusern.

Im Kanton St. Gallen spüre man derzeit einen leichten Anstieg, wie Florian Schneider von der Kantonspolizei sagt. «Die dunkle Zeit des Jahres folgt jetzt, und die ist prädestiniert für Einbrecher.» Als Einbrecher wähle man seine Ziele bewusst aus und beobachte das Haus über mehrere Wochen.

Schmuck kann man sehr gut weiterverkaufen

Für klassische Wohnungseinbrecher seien Bargeld und Schmuck die wichtigste Beute. Florian Schneider von der Kantonspolizei St. Gallen erklärt: «Das Geld liegt lose in der Wohnung herum. Schmuck kann man sehr gut weiterverkaufen, deshalb nehmen Einbrecher lieber kleinere Dinge mit.»

Elektronische Geräte beispielsweise seien für sie eher uninteressant: «Meistens sind Fernseher oder Musikanlagen mit einer Seriennummer versehen und sind entsprechend besser nachzuverfolgen.» Ausserdem würden Laptops und Handy ziemlich rasch an Wert verlieren, weil immer wieder neue Versionen auf den Markt kämen. «Für den Einbrecher muss der Moment passen, um im richtigen Zeitpunkt zuzuschlagen», sagt Schneider.

Kontakt zu Nachbarn pflegen

Florian Schneider empfiehlt, das eigene Wohnobjekt genau zu überprüfen: «Man soll sich alles genau anschauen, um die Schwachstellen – wie beispielsweise dünne Fenster oder unsichere Schlösser – festzustellen und zu korrigieren.» Er rät zudem, sich Hilfe zu holen.

Kantonspolizeien bieten eine Sicherheitsberatung an. Oft hätten Einbrecher leichtes Spiel, wenn das Garagentor offen gelassen oder der Briefkasten nicht geleert werde: «Wichtig ist, sich mit den Nachbarn abzusprechen und den Kontakt zu pflegen, damit man gegenseitig auf die Wohnung schauen kann.»

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