Dreiste Diebe: Einbrecherbanden bohren tagsüber Türen auf

Aktualisiert

Dreiste DiebeEinbrecherbanden bohren tagsüber Türen auf

Die Einbrecher in der Schweiz werden immer dreister. Sie machen nicht einmal vor Kinderzimmern halt – wie ein kleines Mädchen erfahren musste.

von
Janko Skorup
Bohrer sind im Moment das Lieblingswerkzeug der Einbrecher.

Bohrer sind im Moment das Lieblingswerkzeug der Einbrecher.

Der Albtraum eines jeden Kindes ist für ein Mädchen im aargauischen Rothrist Realität ­geworden: Von Lärm geweckt, sah das Mädchen zwei Gestalten, die versuchten, das Fenster ihres Kinderzimmers aufzubohren. Als die Einbrecher aber bemerkten, dass die Familie zu Hause war, ergriffen sie die Flucht. Der Einbruchversuch ist Teil einer ganzen Serie im Kanton Aargau, wie Kapo-Sprecher Bernhard Graser ­erklärt: «Allein letzte Woche verzeichneten wir 36 Einbrüche in Wohnhäuser.»

In verschiedenen Fällen seien die Einbrecher mit Bohrern ans Werk gegangen, konnten aber nicht gefasst werden. Vorgestern Nachmittag dann aber ein Erfolg: Zwei Asylbewerber, ein Kosovare und ein Algerier, konnten gefasst werden, als sie versuchten, eine Sitzplatztüre aufzubrechen.

«Einbrecher mögen Augenkontakt gar nicht»

Auffallend sei, dass Einbrüche vermehrt tagsüber verübt werden, sagt Melanie Schmid, Mediensprecherin der Kapo Solothurn. «Diese Handschrift lässt auf Kriminaltouristen aus Osteuropa schliessen, namentlich Roma, die sich in Vierer- bis Sechser-Banden organisieren», so Graser.

Schutz vor Einbrechern bieten übliche Sicherheitsmassnahmen: «Auf keinen Fall die Fenster offen oder schräg gestellt lassen, das ist eine Einladung für Einbrecher», sagt Graser. Weiter sollen Fremde auf der Strasse direkt angesprochen werden, «Einbrecher mögen Augenkontakt gar nicht», so Krüsi.

Ist bei Ihnen auch schon eingebrochen worden und die Einbrecher sind besonders dreist vorgegangen? Erzählen Sie uns davon.

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